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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 4. März 2016

Festivalsommer war fast klimaneutral

Umweltausschuss beriet auch über Plastiktüten-Vermeidung und Internet-Tauschbörse

Die Festivitäten zum 300. Stadtgeburtstag 2015 rund um das Schloss sind weitgehend klimaneutral und ökologisch nachhaltig abgelaufen. Damit wurde ein Gemeinderatsbeschluss aus dem Jahr 2012 umgesetzt.

Die Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KEK) war damit beauftragt, die CO2-Emissionen während der Feiern zu erheben. Die Stadtwerke haben als Hauptsponsor die Kompensation der Emissionen über den Karlsruher Klimaschutzfonds finanziert. Bedeutung hatten die An- und Abreise der Künstlerinnen und Künstler sowie der Besucherinnen und Besucher, deren Verpflegung, der Veranstaltungsort und das Veranstaltungsmanagement sowie die Printprodukte wie Flyer, Broschüren, Programmhefte und T-Shirts. Rund 70 Prozent der Gesamtemissionen entstanden bei der Anreise mit dem PKW, obwohl nur rund ein Drittel der Besucher-Anreisen auf dieses Verkehrsmittel entfiel. Lediglich wenige Künstler reisten mit dem Flugzeug an. Dennoch sind die Ankünfte internationaler Stars aus der Luft für ebenfalls 70 Prozent wiederum der Künstler-Emissionen verantwortlich.

Die Ermittlungen ergaben ferner, dass bei Veranstaltungen des Stadtmarketings auf dem Festivalgelände 2.300 Tonnen so genannter Kohlenstoffdioxid-Äquivalente (CO2e) ausgestoßen wurden. Die nicht vermeidbaren Emissionen wurden über den Klimaschutzfonds der KEK über ein eigenes Aufforstungsprojekt in Ecuador und eines in Uganda kompensiert. Zudem führte die KEK als lokales Projekt mit sozialer Komponente einen Kühlgerätetausch durch. Hierbei wurden in einkommensschwachen Haushalten, die sich einem Stromsparcheck unterzogen haben, alte Kühlgeräte gegen neue hoher Effizienzklassen ausgetauscht.

In seiner jüngsten Sitzung hat der Ausschuss für Umwelt und Gesundheit unter Leitung von Bürgermeister Klaus Stapf zustimmend von dem Bericht der KEK Kenntnis genommen. Dies galt auch für einen Zwischenbericht über Aktivitäten der Stadtverwaltung im Hinblick auf vermehrte Vermeidung von Plastiktüten im Handel. Eine neue EU-Regelung sieht vor, den Verbrauch von Plastiktüten bis 2017 zu halbieren und bis 2019 um 80 Prozent zu reduzieren. Kostenlose Plastiktüten sollen im Handel verboten werden. Das Amt für Abfallwirtschaft berichtete über seinen Tausch- und Verschenkmarkt im Internet. Auch davon hat der Ausschuss Kenntnis genommen. -erg-

 
 

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