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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 4. März 2016

Positive Jahresbilanz 2015 der Karlsruher Bäder: So viele Besucher wie noch nie

FÜNFMAL pro Jahr besuchen die Karlsruherinnen und Karlsruher im Schnitt eines ihrer Bäder. Weit mehr als der Bundesdurchschnitt. Foto: Fränkle

FÜNFMAL pro Jahr besuchen die Karlsruherinnen und Karlsruher im Schnitt eines ihrer Bäder. Weit mehr als der Bundesdurchschnitt. Foto: Fränkle

MIT SCHWUNG IN DIE ZUKUNFT geht es beim Fächerbad, das stabile Gästezahlen vorweisen kann und massiv umgebaut wird. In den nächsten Jahren stehen weitere Veränderungen an. Foto: Fränkle

MIT SCHWUNG IN DIE ZUKUNFT geht es beim Fächerbad, das stabile Gästezahlen vorweisen kann und massiv umgebaut wird. In den nächsten Jahren stehen weitere Veränderungen an. Foto: Fränkle

 

Europa- und Fächerbad sind die „Flaggschiffe“

So viele Besucher wie noch nie konnten die Karlsruher Bäder im letzten Jahr verzeichnen. Einen leichten Rückgang gab es bei den Hallenbädern, was auf den überaus guten Sommer zurückzuführen ist. Auf der anderen Seite aber konnten die Freibäder kräftig zulegen.

Die Stimmung war ausgelassen bei der Pressekonferenz zur Jahresbilanz 2015 der Karlsruher Bäder. „Die gute Stimmung hat auch einen Grund“, zeigte sich Bürgermeister Martin Lenz begeistert. „Es sind fantastische Daten. So gut waren sie noch nie. Das ist ein Allzeithoch“, verkündete Lenz mit Stolz. 1,63 Millionen Menschen strömten im vergangenen Jahr in die Karlsruher Schwimmbäder. Fast 200.000 mehr als im Vorjahr und generell so viele wie nie zuvor. Dabei mussten die Hallenbäder sogar einen leichten Besucherrückgang von 1.108.697 auf 1.068.840 feststellen.

Offenbar viele Stammgäste angesichts des besonders heißen Sommers. Der bescherte den Freibädern eine regelrechte Explosion von 348.309 auf 562.503 Gäste. Das Sonnenbad erreichte unter den Freibädern den höchsten Deckungsgrad mit 40 Prozent. Zum Vergleich führte der Bürgermeister das Bad in Rappenwört an, das nur bescheidenere 14 Prozent vorwies.

Vor fünf Jahren hatte der Gemeinderat beschlossen, dass der operative Zuschussbedarf der Bäder höchstens sechs Millionen Euro pro Jahr betragen darf. „Das haben wir wieder erreicht“, betonte Lenz. Der Wert für 2014 lag bei 5,826 Millionen Euro, die genauen Zahlen für 2015 sind noch nicht bekannt. Das Europabad, vor sechs Jahren noch mit über einer Million defizitär, schloss sogar mit einem Plus von 207.000. Somit erwirtschaftete es einen Pro-Kopf-Überschuss von 44 Cent. Zusammen mit dem Fächerbad, das nur einen Zuschuss von drei Euro pro Person benötigte, steht es somit an der Spitze. „Das sind die Flaggschiffe der Karlsruher Bäder“, hob Lenz hervor. „Wenn es die zwei nicht gäbe, könnten wir uns das gar nicht leisten“.

Der Chef der Bäderbetriebe, Oliver Sternagel, gab gelassen und beruhigend die zukünftige Marschroute: „Wir sind sehr zufrieden. Unser Ziel ist es nicht, mehr Gäste zu bekommen, sondern unsere Gäste zu halten.“ Auch der Geschäftsführer des Fächerbades, Joachim Hornuff, blickte gern zurück und voraus: „Im Vergleich zu 2014 haben wir nur sehr wenig verloren, obwohl wir derzeit nur die halbe Liegewiese, die Baustelle direkt neben an und keinen Freibadeingang haben.“ Die Sanierung, Modernisierung und der Ausbau gehen noch weiter – bis zum Kombibad mit Cabriodach. „Wir sind weitgehend im Zeitplan. Die Eröffnung im Herbst ist nicht gefährdet“, so Hornuff. Und weiter: „2017 wird die Baustelle ins Haus verlegt. Der Eingangs- und Umkleidebereich wird umgebaut.“ Während dieser Zeit bekommen Sauna- und Badegäste jeweils eigene Eingänge. Nach dem Umbau gibt es getrennte Umkleidebereiche für Sauna- und Badezonen.

Beim Europabad steht ebenfalls Neues an. Eine Excalibur- und eine Druiden-Sauna sollen das Saunaerlebnis auf eine neue Stufe stellen. Außerdem soll sich der Kinderbereich im Sommer in einen Abenteuerpark mit Piratenboot, Leuchtturm, Hängebrücke und weiteren Attraktionen wandeln. Alles im Look des Maskottchens KAi der Hai. -jäm-

 
 

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