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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 4. März 2016

Spinnen dürfen: Wie kann das Stadtmuseum neu aussehen?

DAS STADTMUSEUM NEU DENKEN war über zwei Semester die Aufgabe von zehn Kulturmanagement-Studentinnen. Foto: Fränkle

DAS STADTMUSEUM NEU DENKEN war über zwei Semester die Aufgabe von zehn Kulturmanagement-Studentinnen. Foto: Fränkle

 

Was Kultur-Studierende denken

Sie durften spinnen. Zehn Studentinnen des Instituts für Kulturmanagement an der PH Ludwigsburg hatten über zwei Semester die Aufgabe, das Karlsruher Stadtmuseum „neu zu denken“. Im Fokus stand die Frage, wie es für Besucherinnen und Besucher jeglichen, auch jugendlichen Alters attraktiver gestaltet werden könnte.

Die Kontakte zum leitenden Dozenten Prof. Dr. Armin Klein hatte Dr. Andrea Kaiser geknüpft, die Leiterin des Pfinzgaumuseums, die im zweiten Teil des „Historischen Mittwochabends“ vorige Woche die Diskussion über die Vorschläge der angehenden Kulturmanagerinnen leitete. Zu Beginn hatte Kulturamtsleiterin Dr. Susanne Asche darauf aufmerksam gemacht, dass die Dauerausstellung im Stadtmuseum „ein wenig in die Jahre“ gekommen sei und dem Anspruch Karlsruhes als internationale und innovative Stadt nicht mehr entspreche.

Die zehn jungen Frauen unterbreiteten bei ihrer Präsentation zahlreiche Ideen, die Manchem im Publikum nachdenkenswert erschien. Auch wenn die Studentinnen einräumten, dass sicherlich nicht alles realisiert werden könne. So schlugen sie vor, den chronologischen Rundgang gegen einen mit mehreren „Themenräumen“ zu ersetzen, in denen dann aber wieder Chronologie leiten solle. Dem Karlsruher Stadtplan nachempfunden, sollten diese Räume von einem „Jetzt-Raum“ mit Sonderschauen fächerförmig erschlossen werden. Vorstellen können sie sich eine eventuelle Realisierung ihrer Ideen durchaus im vorhandenen Gebäude, dem Prinz-Max-Palais.

Aber sie ersonnen auch völlig neue und neue Identität stiftende Architektur vorstellen. Etwa nach dem Vorbild des unterirdischen Städel-Museums in Frankfurt mit Lichtkuppeln - beispielsweise unter dem Schlosspark. Neben vielem Weiterem regten die Studentinnen auch an, mit verschiedenen Themenkoffern in Schulen, Kitas und andere Einrichtungen zu gehen. -erg-

 
 

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