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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 18. März 2016

Landtagswahl: Grün fast überall Lieblingsfarbe

In 25 Stadtteilen Grüne Nummer eins / CDU in Stupferich vorne / AfD in Oberreut

Das Gesamtergebnis der Landtagswahl in den Karlsruher Wahlkreisen spiegelt sich auch in den Quartieren wider. In 25 von 27 Stadtteilen und bei der Briefwahl hatten die Grünen die Nase vorne, lagen großteils mit beträchtlichem Vorsprung vor der CDU.

Sie kletterten in sieben Stadtteilen über die 40-Prozent-Marke und erzielten ihr bestes Ergebnis in der Südweststadt (44,9 Prozent, CDU: 16,6 Prozent), gefolgt von der Weststadt mit 43,2 Prozent (CDU: 16,9 Prozent). Die größten Sprünge gegenüber der Landtagswahl 2011 gelangen den Grünen in Daxlanden (von 20,6 auf 29,8 Prozent), Stupferich (von 21,3 auf 30,2 Prozent) und Grötzingen (von 25,8 auf 34, 5 Prozent). Stupferich blieb der einzige Stadtteil, in der die CDU (32,3 Prozent) wieder stärkste Kraft wurde. Ihre weitere Hochburgen wie Rüppurr, Grünwettersbach oder Waldstadt verlor die Union an die Grünen. Die CDU kam in 26 Stadtteilen nicht in Nähe der 30-Prozent-Marke und musste in mehren Quartieren wie Durlach (von 31,4 Prozent 2011 auf jetzt 20,9 Prozent), Rintheim (von 28,9 auf auf 17,6) Grötzingen (von 33,7 auf 21,9) oder Stupferich (von 45,8 auf 30,2 Prozent) Verluste von mehr als zehn Prozentpunkten hinnehmen.

Für die SPD zogen sich zweistellige Verluste quer durch die Stadtteile und machten auch vor ihren Hochburgen nicht Halt. In Rintheim fielen die Sozialdemokraten von 30,7 auf 17 Prozent, in Knielingen von 30,6 auf 15,2 Prozent. Ihr bestes Ergebnis erzielten sie in Wolfartsweier (17,2 Prozent), ihr schlechtestes in Stupferich. Dort stürzten sie von 20,7 auf 9,6 Prozent und landeten noch hinter AfD (13 Prozent) und FDP, die im Bergdorf mit 9,8 Prozent ihr bestes Resultat verbuchte. Starke Stadtteile waren für die Freidemokraten, die in allen Quartieren zulegten, auch Hohenwettersbach (9,5 Prozent) und Neureut (9,1 Prozent). Den geringsten Zuspruch bekam die FDP in Oberreut mit 3,8 Prozent. In den meisten Stadtteilen (24 von 27) legte auch Die Linke zu. Sie sprang in ihren Hochburgen Südstadt (von 5,1 auf 9,9 Prozent) und Innenstadt Ost (von 4,5 auf 9,3) um fast fünf Prozentpunkte. Am wenigsten Zuspruch gab es in Palmbach (1,4) und Stupferich (1,7 Prozent).

Völlig aus dem Raster fiel das Ergebnis in Oberreut. Dort wurde die AfD aus dem Stand heraus stärkste politische Kraft und ließ mit 30,5 Prozent CDU (21,4) und Grüne (18,8 Prozent) deutlich hinter sich. Zu Bastionen der AfD wurden auch Daxlanden (19 Prozent), Knielingen (18,6 ) und Waldstadt (17,9 Prozent). Nur in vier Stadtteilen lag der Zuspruch für die AfD unter der 10-Prozent-Marke. -trö-

 
 

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