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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 18. März 2016

Umwelt: Themen aus dem Wald

WALDREFUGIEN sind kleine Bannwälder. Bürgermeister Stapf grenzte voriges Jahr bei Grötzingen das erste Gebiet ein. Foto: Fränkle

WALDREFUGIEN sind kleine Bannwälder. Bürgermeister Stapf grenzte voriges Jahr bei Grötzingen das erste Gebiet ein. Foto: Fränkle

 

Beratung über „Forsteinrichtung“ sowie Totholzkonzept

Mit zwei Waldthemen befasste sich der Ausschuss für öffentliche Einrichtungen (AföE) unter Vorsitz von Bürgermeister Klaus Stapf. Zunächst gab das Forstamt einen Überblick über die Aufgaben im Stadtwald zur nächsten „Forsteinrichtung“. Sie läuft ab 2018, allerdings sind Vorbereitungen schon ab diesem Jahr notwendig.

Das Forstamt prüft, ob im Zeitraum seit 2008 Waldflächen verloren oder durch Ersatzaufforstungen neue hinzugekommen sind und ob sich Veränderungen bei Eigentum und Zuständigkeit ergeben haben. Auch innerhalb der Flächen wird geprüft, ob es Veränderungen gegeben hat.

Mit Hilfe einer Betriebsinventur werden ökologische und waldbauliche Fragestellungen analysiert. Die Zielvorgaben des Gemeinderats für den Stadtwald wie die Erhaltung seiner flächenhaften Ausdehnung und der Schutz und die Pflege des Ökosystems Wald für heutige und künftige Generationen bildeten die Grundlage für den jetzigen Forsteinrichtungszeitraum. Ein Entwurf über die Zielsetzungen in der neuen Forsteinrichtungsperiode wird von der Verwaltung erarbeitet und dem AföE zur Beschlussfassung sowie Umweltverbänden vorgelegt.

Der Ausschuss hat zustimmend Kenntnis genommen, ebenso vom Bericht zum Stand der Umsetzung des Alt- und Totholzkonzepts. Alte und absterbende Bäume sowie liegendes Totholz sind für viele Arten unverzichtbar. Das Konzept beruht auf dem Nutzungsverzicht von Baumgruppen und kleineren Beständen. Besonders schützenswerte so genannte Habitatbäume oder -Gruppen werden ausgewählt und von der Nutzung ausgenommen. Neue Schutzformen sind Waldrefugien, kleine Bannwälder von ein bis drei Hektar Größe, die ihrer natürlichen Entwicklung und dem Zerfall überlassen werden. Sie werden im Zuge der Forsteinrichtung kartiert und dauerhaft erfasst. -erg-

 
 

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