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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 18. März 2016

Wochen gegen Rassismus: Als Mo Asumang Nazis begegnete

„Mit bunten Farben gegen braune Parolen“: OB Dr. Frank Mentrup besuchte das Schulprojekt von Polit-Aktivistin Irmela Mensah-Schramm am Durlacher Markgrafen-Gymnasium. Foto: Fränkle

„Mit bunten Farben gegen braune Parolen“: OB Dr. Frank Mentrup besuchte das Schulprojekt von Polit-Aktivistin Irmela Mensah-Schramm am Durlacher Markgrafen-Gymnasium. Foto: Fränkle

 

Noch bis 24. März zahlreiche Veranstaltungen / Fest der Vielfalt im Tollhaus

Die Morddrohung einer Neonazi-Band veranlasste Mo Asumang, sich mit dem Thema Rassismus zu beschäftigen. Die TV-Moderatorin und Filmemacherin, 1963 als Kind einer Deutschen und eines Ghanaers in Kassel geboren, wagte ein einzigartiges journalistisches Experiment.

Sie suchte die offene Konfrontation mit rechten Hasspredigern - bei Burschenschaften, unter 3000 Neo-Nazis auf dem Alexanderplatz, bei einem rechten Star-Anwalt, unter braunen Esoterikern, auf einer Neonazi-Dating-Plattform und sogar bei Anhängern des Ku-Klux-Klan. Sie begegnete Menschen, die sie hassen - und entlarvte sie dadurch. Ihre Erlebnisse beschreibt Mo Asumang in ihrem Buch "Mo und die Arier - Allein unter Rassisten und Neonazis“, aus dem sie am Mittwoch, 23. März, um 20 Uhr im Rahmen der „Karlsruher Wochen gegen Rassismus“ in der Stadtbibliothek im Ständehaus liest. Tags zuvor zeigt sie im Stadtmedienzentrum um 19 Uhr ihre Dokumentation „Die Arier“.

Das Festival geht in den Endspurt, dauert aber noch bis 24. März und hält einiges bereit. Aus allen Himmelsrichtungen kommend treffen sich Bürgerinnen und Bürger am Samstag, 19. März, zu einem Lichterlauf und setzen ein starkes Signal. Ziel ist um 19 Uhr der Platz vor dem Ständehaus. Begegnung als eines der Hauptanliegen der Anti-Rassismus-Wochen wird beim „Vielfaltfest“ am Sonntag, 20. März, von 14 bis 20.30 Uhr im Tollhaus exemplarisch gelebt. „Ein Morgen vor Lampedusa“ thematisiert als szenische Lesung mit Bildern und Musik um 18 Uhr in der Christuskirche den 3. Oktober 2013 als ein Boot mit Geflüchteten vor der italienischen Insel sank und 366 Menschen starben. „Integriert euch“ plädiert Soziologieprofessorin Dr. Annette Treibel-Illian in ihrem neuen Buch für ein selbstbewusstes Einwanderungsland. Sie stellt die Publikation am Mittwoch, 23. März, um 19.30 Uhr im Studentischen Kulturzentrum vor. –red-/-maf-

 
 

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