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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 25. März 2016

Bürgerversammlung Nordweststadt: Quartier bietet Möglichkeiten

ZUKUNFT DER NORDWESTSTADT: Die Umgestaltung des Walther-Rathenau-Platzes war ein Thema bei der Bürgerversammlung. Anfang April ist Richtfest für den Kirch-Neubau. Foto: Knopf

ZUKUNFT DER NORDWESTSTADT: Die Umgestaltung des Walther-Rathenau-Platzes war ein Thema bei der Bürgerversammlung. Anfang April ist Richtfest für den Kirch-Neubau. Foto: Knopf

 

Protest für Jugendtreff/Städtebauliche Projekte vorgestellt

Sehr gut besucht war kürzlich eine Bürgerversammlung in der Nordweststadt. Die Bürgergemeinschaft hatte dazu eingeladen, und Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup war zum Treffen des Stadtteils zusammen mit etlichen Experten der Stadtverwaltung gekommen.

Zunächst gab Mentrup einen kurzen Überblick über den Stadtteil und seine Situation. So hat dieser überdurchschnittlich viele weiterführende Schulen. Das Zusammenleben bewerten die Bürger positiv. Kulturelle und gastronomische Angebote seien dagegen eher rar gesät. Eine Protestnote von Kindern und Jugendlichen änderte kurzerhand die Agenda. Gemeinsam mit Sozialpädagoge Burkhard Gauly und Plakaten zogen sie vor das Podium. „Der Jugendtreff darf nicht geschlossen werden“, forderte Gauly. Hintergrund: Aufgrund der zur Haushaltsstabilisierung erforderlichen städtischen Sparmaßnahmen steht im Raum, Treff und Aktivspielplatz zusammenzulegen. Ein Mädchen meinte dazu: „Wenn der Treff schließt, wäre das schlimm.“ Mentrup erläuterte, dass eine Entscheidung erst 2019 falle.

Die Geschäftsführerin des Stadtjugendausschusses, Elisabeth Peitz-meier, zeigte sich von der Aktion beeindruckt, machte aber deutlich, dass Spar- und Synergie-Effekte unumgänglich seien. Die Nordweststadt sei der einzige Stadtteil mit zwei Einrichtungen dieser Art. Sie sei überzeugt, gemeinsam eine gute Lösung zu finden. Über das Stadtteil-Grün sprach Klaus Weindel, stellvertretender Leiter des Gartenbauamts. Er berichtete über die Neugestaltung des Walther-Rathenau-Platzes, den künftig eine Dorflinde zieren wird.

Der Kinderspielplatz Hertzstraße soll zu den Sommerferien fertiggestellt sein. Zudem erhält die Schweigener Straße 125 Bäume. Innovativ: der Bolzplatz auf dem Dach des Penny-Markts. Prof. Dr. Anke Karmann-Woessner, Leiterin des Stadtplanungsamts, stellte das räumliche Leitbild, das Bauprojekt Artillerie-Kaserne und den Masterplan Klinikum vor. Insgesamt seien die Perspektiven im von 70er-Jahre-Bauten geprägten Stadtteil positiv. Karmann-Woessner: „Wir haben gute Gestaltungsmöglichkeiten.“

Bürger monierten das Dargelegte allerdings als zu wenig konkret. Karmann-Woessner und Mentrup riefen dazu auf, sich bei Planungs-Workshops einzubringen. Über den ÖPNV sprachen Experten von AVG und VBK. Eine größere Maßnahme betrifft die Linie S1/S11. Wegen Gleisbauarbeiten wird die Trasse in den Sommerferien gesperrt. Ein Busverkehr übernimmt in dieser Zeit. Zudem soll die Tramstelle Haus Bethlehem barrierefrei ausgebaut werden. -voko-

 
 

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