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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 25. März 2016

Gemeinderat: Ein starkes und schlüssiges Konzept

Fütterung der Pelikane an der Seebühne. Das Programm der Seebühne soll ausgebaut werden - denkbar ist auch eine Tier-Show

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Kleinvieh macht auch Mist: Die Einnahmen aus dem Spendentrichter kommen dem Ausbau des Luchsgeheges zugute

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Masterplan Zoologischer Stadtgarten/Tier und Mensch sowie Artenschutz als Gewinner

Mit voller Überzeugung hat sich der Gemeinderat hinter das Entwicklungskonzept Zoologischer Stadtgarten gestellt. Das integrierte Gesamtkonzept sei eine hervorragende Basis, um der Gesamtheit einen attraktiven Weg in die Zukunft zu ebnen – mit Schwerpunkten Tier- und Artenschutz unter dem strategischen Leitthema „Park der Dialoge“.

Einhellig stellte sich der Gemeinderat hinter den Masterplan und seinen über 40 Einzelbausteinen - unterteilt in kleine, mittelgroße und große Maßnahmen sowie geordnet in „dringend“ und „weniger dringend“. Diese können je nach wirtschaftlicher Situation und Vorhandensein von Drittmitteln umgesetzt werden.

Vorbildlich sei der Verwaltung die interdisziplinäre Projektarbeit mit umfassender Beteiligung der Öffentlichkeit gelungen, dankte der Gemeinderat für das „abgestimmte, kreative und zukunftsweisende Konzept“. Nur das im Sallenwäldchen geplante Großprojekt Asien-Anlage (eine der insgesamt 43 Einzelbausteine, rund 30 Millionen Euro) wollten die GRÜNEN - letztlich erfolglos - per Antrag streichen, woher dann neun Enthaltung bei ansonsten Ja-Stimmen herrührten.

„Wir unterstützen die Weiterentwicklung mit den übergeordneten Zielen Tier- und Artenschutz und Zoopädagogik“, betonte Renate Rastätter (GRÜNE). So rechtfertige nur die Idee, Tiere als Botschafter für Lebensräume zu präsentieren bei konkreter Unterstützung der Lebensräume, die Haltung von Wildtieren in Gefangenschaft. Nicht jedoch Orang Utan auf einer Asien-Anlage; der flächenmäßig begrenzte Zoo „kann die Haltung von Menschenaffen mit den höchsten Haltungs-Ansprüchen nicht leisten“. Er vertraue darauf, dass Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt mit fachlichem Weitblick für die Tiere das Beste tut, meinte FDP-Stadtrat Thomas Hock. „Auch Besucher spüren, wenn es den Tieren gut geht, und kommen wieder“, so Dr. Paul Schmidt (AfD). Es lohne sich, in die „absolute Nummer 1 aller Einrichtungen“ zu investieren - der Output ist entsprechend positiv: mehr Besucher, mehr Einnahmen und der Artenschutz als Gewinner, führte Friedemann Kalmbach (GfK) aus. Nun erst einmal den großen Plan denken und das Asien-Haus nicht schon heute wegdiskutieren, befand Sabine Zürn (Die Linke).

Freude kam bei Jan Döring (CDU) angesichts des intelligenten Gesamtkonzepts auf. Die Stärkung der Symbiose Zoo und Stadtgarten sei gut, ebenso der Schwerpunkt Arten- und Tierschutz für den „Ort mit Bildungsauftrag“ - und prima sei, dass „die 2016 geplanten kleineren Maßnahmen schon komplett mit Drittmittel gedeckt sind“. Die Attraktivität lebe von der Weiterentwicklung, betonte Gisela Fischer (SPD). Bei über eine Millionen Besucher jährlich sei nicht nur das Eintrittsgeld, sondern auch die Umwegrentabilität zu sehen. Für Drittmittel sei das politische Signal wichtig, dass der Gemeinderat hinter dem Masterplan stehe.

Da sich KULT und GRÜNE in der Beschlussvorlage am Wort „verbindlich“ im Kontext „konzeptionelle Leitlinie“ gestört hatten, hatte OB Dr. Frank Mentrup dieses vorab streichen lassen. „Das Konzept ist auch ohne diesen Begriff stark und gut“, meinte Erik Wohlfeil (KULT). Zwingende Maßnahmen – wie der Ausbau der Elefantenanlage - hätten zeitlichen Vorrang. „Die Seniorenidee ist eine der tollen Facetten des Konzepts, die Neugierde wecken“, so Jürgen Wenzel (FW) sicher.-rie-

 
 

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