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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 25. März 2016

Umwelt: „Gießbachniederung“ ist jetzt Landschaftsschutzgebiet

FEIERSTUNDE: OB Dr. Mentrup übergab Ortsvorsteherin Eßrich die Schutzgebietsverordnung „Gießbachniederung – Im Brühl“. Foto: Fränkle

FEIERSTUNDE: OB Dr. Mentrup übergab Ortsvorsteherin Eßrich die Schutzgebietsverordnung „Gießbachniederung – Im Brühl“. Foto: Fränkle

 

Es dauerte elf Jahre

„Was lange währt, wird endlich gut“, gebrauchte Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup ein bekanntes Sprichwort, als er vorige Woche bei einer kleinen Feierstunde an Grötzingens Ortsvorsteherin Karen Eßrich die Schutzgebietsverordnung für das Landschaftsschutzgebiet „Gießbachniederung – Im Brühl“ übergab.

Pläne, dieses Gebiet zwischen Grötzingen und Hagsfeld unter Schutz zu stellen, wurden erstmals 2005 im städtischen Umweltausschuss vorgestellt. Seither war es mehrmals Gegenstand von Beratungen in Gemeinderat und den Ortschaftsräten von Grötzingen und Durlach. Das Areal liegt zu zwei Dritteln auf Grötzinger, zu einem Drittel auf Durlacher Gemarkung.

Das Regierungspräsidium hat jetzt das 331 Hektar große Gelände nordwestlich von Grötzingen, nördlich des Pfinz-Entlastungskanals unter Landschaftsschutz gestellt. Ziel ist es, die größte zusammenhängende Freifläche der Kinzig-Murg-Rinne zum Schutz des Landschaftsbilds und der Kulturlandschaft mit Streuobstwiesen und Feldhecken zu bewahren. Sie ist Lebensraum geschützter Tierarten wie Rotmilan, Kornweihe und viele andere. Es handelt sich zudem um ein Frischluft-Entstehungsgebiet. Zugleich ist dieses wichtiger Standort für die Landwirtschaft, die Gehöfte wie die Sportflächen sind nicht Teil des Schutzgebiets.

Dennoch, so Mentrup, gibt es nach wie vor ungelöste Konflikte. Um diese zu entschärfen, wird erstmals für ein Karlsruher Schutzgebiet ein Beirat eingerichtet. Das Gremium ist noch nicht vollständig gebildet. Ortsvorsteherin Eßrich versicherte aber, dass es paritätisch mit Mitgliedern der Interessengemeinschaft der Anwohner „Im Brühl“ und anderen Privatleuten einerseits und andererseits mit Angehörigen der Verwaltung besetzt werde. -erg-

 
 

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