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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 1. April 2016

Gemeinderat: Ausbau der Kita-Betreuung weiter voranbringen

Jetzt nicht nachlassen

Es ist beruhigende Routine. In regelmäßigen Abständen winkt der Gemeinderat neue Kita-Projekte und deren Finanzierung durch.

Auch am Dienstag vor Ostern wieder. Die Bedarfsplanung sieht in sechs Einrichtungen weitere 72 Plätze für unter Dreijährige und 106 Plätze für Kinder ab drei Jahren bis zum Schuleintritt vor. Gleichwohl ergab eine aktuelle Analyse der Betreuungsangebote aller 27 Stadtteile in rund der Hälfte einen „teils erheblichen Fehlbedarf.“ Besonders drastisch ist die Situation in Ost-, West-, Südwest- und Südstadt - allesamt an die Innenstadt angrenzend. Aber auch in Durlach und Mühlburg fehlten Betreuungsplätze „in großem Ausmaß“, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Aus Sorge um mögliche Engpässe und die wohnortnahe Versorgung, hatte die CDU-Fraktion nachgehakt. Zumal nach Auskunft von Bettina Meier-Augenstein die evangelische Kirche plane, ihre eingruppigen Einrichtungen bis 2020 zu schließen. „Wir haben enormen Handlungsbedarf“ stellte sie fest und wollte das Thema im Jugendhilfeausschuss vertieft wissen. Der Platzausbau müsse „erheblich weiterentwickelt“ werden und das sei keine leichte Aufgabe, nannte SPD-Stadträtin Yvette Melchien Knielingen als Beispiel. Das Neubaugebiet dort wachse „schneller als gedacht.“ Auf den ersten Blick scheine die Situation unbefriedigend, angesichts des „rapiden gesellschaftlichen Wandels“ habe Karlsruhe nach Meinung von Renate Rastetter (Grüne) aber bereits „eine gigantische Herausforderung bewältigt.“ „Jetzt heißt es dranbleiben“, plädierte Kult-Stadtrat Max Braun dafür, Stadtteile mit hohem Fehlbedarf zu priorisieren. Tom Hoyem (FDP) freute sich, dass alle in Sachen Betreuung an einem Strang zögen. In den Anstrengungen nicht nachlassen, wollte Marc Bernhard (AfD). Auch dürfe die Vereinbarkeit von Beruf und Familie nicht am Schultor enden, es fehlten auch Hortplätze. Bürgermeister Martin Lenz war stolz, dass „wir gemeinsam ganz gehörig was bewegt haben“, jetzt gelte es, „differenziert weiterzuarbeiten.“ -maf-

 
 

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