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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 1. April 2016

Klinikum: Entwicklungskonzept für das Städtische Klinikum

Sechs medizinische Schwerpunkte. In der Mitte Konzentration

Den roten Faden für die Entwicklung des Klinikums mit sechs medizinischen Schwerpunkten, räumlicher Konzentration in der Mitte und Sanierungen des Altbestands ohne Interimslösungen stellte die Klinikumsspitze jetzt den Medien vor.

Für die nächsten zehn Jahre  verfügt der einzige regionale Maximalversorger damit über ein strategisches Gesamtkonzept, das neben Neubauten auch „die Altbauten einbezieht“, so der Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Stapf. Danach werden das Eingangsgebäude A an der Kußmaulstraße, das links davon liegende Haus B, der Komplex C gegenüber und der beiden vorgelagerte Bau F ab 2025 frei. Im Ringtausch übernehmen sie zuvor abwechselnd Funktionen leer geräumter Häuser, um teure Zwischenlösungen zu vermeiden. In den denkmalgeschützten Gebäuden aus dem Jahre 1907 sind laut dem kaufmännischen Geschäftsführer Markus Heming keine wirtschaftlich sinnvollen Stationen mit bis zu 36 Betten möglich. Bleiben wird alles im Besitz des Klinikums.  Innen sollen Mieter, etwa aus der bisher nicht vertretenen Rehabilitation,  und Arztpraxen einziehen. Der Park dient den Kranken weiter zur Erholung und Begegnung. Aufgegeben wird das außerhalb des Campus liegende Gebäude der Mund- und Kieferchirurgie.  Vor dem 2003 eröffneten Zentrum für Frauen und Kinder soll als zentrale Mitte bis 2020 der Neubau M entstehen. Hier werden unten über 20 OP-Säle sowie die Zentralsterilisation auf einer Ebene konzentriert, im ersten Stock alle Intensivstationen und darüber in zwei weiteren Etagen Normalstationen mit 240 Betten. Das bedeutet kurze Wege für Personal und Patienten und so mehr Zeit für die Kranken. Über die Finanzierung laufen derzeit mit dem Stuttgarter Gesundheitsministerium Verhandlungen. Noch dieses Jahr wird ein Versorgungstunnel gebaut und der alte Operationscontainer hinter Haus C abgerissen. Mit dem Bau der für das gesamte Areal „lebensnotwendigen“ Energiezentrale soll dann als erstes 2017 begonnen werden.  Die 22 medizinischen  Fachabteilungen, inklusive der Psychiatrie an der Kaiserallee, vier Institute, Blutspendezentrale und  Notaufnahmen  werden, so der medizinische Geschäftsführer, Prof. Dr. Hans Jürgen Hennes  unter den Dächern Klinisches Krebszentrum, Kopf und Neuro, Mutter-Kind, Überregionale Traumata, Herz-Kreislauf und Seelische Gesundheit konzentriert. Die Kooperationen mit den anderen Karlsruher Kliniken sieht Hennes „immer enger werden“, den „Zusammenschluss der beiden christlichen Häuser“ bewertet Bürgermeister Stapf als „gut“.

 
 

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