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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 1. April 2016

Stadtverwaltung: Abschiedsfeier für SJB-Chef Josef Seekircher

HUMOR IST ALLES: Bürgermeister Martin Lenz verabschiedete SJB-Chef Josef Seekircher (Mitte) in den Ruhestand. Foto: MMG

HUMOR IST ALLES: Bürgermeister Martin Lenz verabschiedete SJB-Chef Josef Seekircher (Mitte) in den Ruhestand. Foto: MMG

 

Soziale Stadt gestaltet

Die letzten Ausschüsse lagen hinter ihm, der Gemeinderat tags zuvor ebenfalls und so konnte Josef Seekircher seine offizielle Verabschiedung im Haus Solms mit Familie, Freunden, Weggefährten und Kollegen gelassen genießen – und gutgelaunt in die Osterfeiertage starten.

Freie Zeit wird der Chef der Sozial- und Jugendbehörde (SJB) und begeisterte Wanderer nun mehr als genug haben, Langeweile sicher nicht. Nach 45 Jahren in den Diensten der Stadt und einem Sabbatjahr geht Seekircher in den Ruhestand. Schon bei der Stadtkämmerei und als Mitarbeiter des späteren OB Gerhard Seiler galt der Absolvent der FH Kehl bei diesem als „helles Bürschle“, offen für Neues und vielseitig einsetzbar. Seekircher ging zum Stadtjugendausschuss, war ab 1983 dessen Geschäftsführer und hob das „Das Fest“ mit aus der Taufe. 1991 wechselte er als Referent des damaligen Sozialbürgermeisters Norbert Vöhringer ins Rathaus am Marktplatz und übernahm vier Jahre später als oberster Regisseur die SJB - und damit die größte städtische Behörde mit 1.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Der „maßgebliche Mitgestalter des sozialen Friedens in Karlsruhe“ (Harald Denecken)  stemmte Herausforderungen wie Kita-Ausbau, Schulsozialarbeit oder die Umstellung des früheren Sozialhilfesystems auf Hartz IV. Und er war Krisenmanager etwa während des Nordstadtattentats. Auf Seekirchers Loyalität sei Verlass, sagte Bürgermeister Martin Lenz bei der Abschiedsfeier, Menschen begegne er freundlich und voller Respekt, er sei fachlich versiert, besonnen und humorvoll. Sein herzhaftes Lachen stecke an. Und er sei bescheiden, „sein Naturell verbietet ihm, sich in den Vordergrund zu stellen“. Entsprechend schwer fiel es dem „überwältigten“ Seekircher „so viel Lob zu ertragen“, aber „zu diesem Anlass nehme ich es gerne hin“. Im Übrigen stimme das meiste ja auch, setzte er augenzwinkernd hinzu. Er blickte zurück auf vieles, „das wir vorweggenommen und gestaltet haben“ und dankte vor allem seiner „belastbaren und fleißigen Mannschaft“. -maf-

 
 

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