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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. April 2016

Hinterhofwettbewerb: Idylle zum Wohlfühlen als Motivation

VITALE IDYLLE inmitten der Südstadt: Was sich hinter dem Eingang zur Rüppurrer Straße 8 verbirgt, eröffnete den Hinterhofwettbewerb. Foto: Fränkle

VITALE IDYLLE inmitten der Südstadt: Was sich hinter dem Eingang zur Rüppurrer Straße 8 verbirgt, eröffnete den Hinterhofwettbewerb. Foto: Fränkle

 

Auftakt zu Hinterhofwettbewerb / Bis 30. Juni anmelden / Grün und Nutzbarkeit bewertet

Wer die Idylle der Großstadt sucht, kann sie im eigenen Hinterhof finden. Wenn er diesen belebt und pflegt wie die Eigentümergemeinschaft der Rüppurrer Straße 8. Am 9. Juli zwischen 14 und 18 Uhr können Besucher sich im Rahmen des Projekts „Offene Pforte“ ein eigenes Bild machen.

Schon vorher übernimmt das die Jury des Hinterhofwettbewerbs, der vorigen Dienstag dort den offiziellen Auftakt fand. Solch einen tief reichenden, grünen, ruhigen Mikrokosmos würde man in der Südstadt nicht vermuten, unterstrich Bürgermeister Michael Obert den Wert eines Wettbewerbs, „der nicht nur Schönes zeigen und küren soll. Wir wollen Nachahmer motivieren, fördern.“

Vorderhaus und Mauerteile im hinteren Eck des in gerader Ost-West-Richtung zwischen zwei Häuserzeilen mit Wohnungen langgestreckten Hofes erinnern an die Gründerzeit der Wende zum 20. Jahrhundert. Über der verborgenen Tiefgarage erstrecken sich Hochbeete, eine Zierapfel-Reihe und mittig ein gepflasterter Weg, der durch Hainbuchenhecken Terrassen abgrenzt und Hauseingänge anbindet. „Im Sommer stehen hier noch Bänke“, erzählte Ingried Ukas-Post für die Gemeinschaft, die das Gros selbst leiste. Auch hob sie wie weitere Anwohner den Gemeinsinn hervor, der den besten Schatten- oder Sonnenplatz wie alles Andere gern teilen lasse. „Es gibt wenig Fluktuation, wir fühlen uns sehr wohl“, so Ukas-Post. Lavendel, Rosmarin, Himbeeren, geplant bald Rankrosen gibt es dort. Und gen Norden ein von hohen Mauern umsäumtes Carré zum Spielen und Verweilen.

Alle bis 30. Juni angemeldeten Höfe und Dächer werden etwa nach Ausstattung, Bedeutung, Aufenthaltsqualität und Grün-Erhalt bewertet. Die Jury entscheidet nach einer Rundfahrt am 16. September, ehe am 19. November im Rathaus die Preisverleihung erfolgt. -mab-

 
 

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