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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. April 2016

IKEA: Baurecht bis Ende 2016

Sachstand IKEA-Planung im Planungsausschuss

Auf den neuesten Stand gebracht hat sich der Planungsausschuss letzte Woche zu IKEA. Dem Unternehmen liegt daran, bis Ende 2016 für das rund 5,8 Hektar große Areal zwischen Gerwigstraße, Durlacher Allee, Weinweg und Ostring (Bahntrasse) Baurecht zu bekommen.

Inzwischen liegt ein tragfähiges Verkehrskonzept vor. Auch hat das Unternehmen sein Baukonzept mittlerweile soweit konkretisiert, dass es mit dem Bebauungsplanverfahren weitergehen kann. Die Auslegung sei vor der Sommerpause vorgesehen, so Bürgermeister Michael Obert, der Satzungsbeschluss bis Ende 2016. IKEA Karlsruhe ist als kompakter Baukörper im östlichen Teil des Grundstücks geplant. Die Höhe orientiert sich an XXXL Mann Mobilia. In einem kleineren Nebengebäude an der Durlacher Allee/Ecke Ostring ist Technik untergebracht. Bis zum Sommer soll das Ergebnis einer Mehrfachbeauftragung vorliegen zur Fassade, sodass dieses zusammen mit der Auslegung des Bebauungsplans der Öffentlichkeit präsentiert werden kann. Auf Nachfrage aus dem Ausschuss teilte die IKEA-Vertreterin mit, dass auch Vorgabe sei, sich um die Einbeziehung der Außenbereiche zu kümmern.

Das Erschließungskonzept sieht zwei Kunden-Zufahrten vor – von der Durlacher Allee und der Gerwigstraße. Die Abfahrt ist über Gerwigstraße und Weinweg möglich. Der Lieferverkehr soll im Westteil des Grundstücks zwischen Bahngleisen und IKEA-Gebäude abgewickelt werden. Die Hauptzufahrt der Lieferanten erfolgt von der Durlacher Allee bei gemeinsamer Zufahrt mit den Pkw-Verkehren, die Ausfahrt parallel zum Bahndamm in die Gerwigstraße. Grundsätzlich möglich ist zudem eine Anlieferung über eine Zufahrt von der Gerwigstraße vom Ostring her kommend.

Dargelegt wurde, dass nicht nur der Pkw-Verkehrsfluss im Fokus stand, sondern auch auf eine gute Erschließung mit ÖPNV, zu Fuß und per Rad geachtet wurde. Intensiv betrachtet wurden alle Einflussfaktoren , darunter auch Spitzenbelastungen etwa durch ein Heimspiel des Karlsruher SC. Und obwohl IKEA bei seinem citynahen Standort stark auf Anreise per Rad oder ÖPNV setzt, wurden „klassische IKEA-Verkehre“ angenommen, um auf der sicheren Seite zu sein.

Für die Erschließung muss der öffentliche Bereich angepasst werden. Dies gilt insbesondere für die Durlacher Allee, was mit IKEA, aber auch mit der Verbreiterung der Haltestelle Weinweg für den barrierefreien Ausbau zu tun hat. Weil durch IKEA mehr Menschen an der Haltestelle ein- und aussteigen werden als bisher, soll die Dreiecksinsel in der Einmündung Weinweg in die Durlacher Allee vergrößert werden. So haben Fußgänger dort mehr Platz. Und auch mehr Radfahrende können sich hier zum Queren der Straße sicher aufstellen. Vorteil eines vorgesehenen zweiten Linksabbiegers am Knotenpunkt Durlacher Allee/Weinweg ist, dass mehr Fahrzeuge in einer Ampelphase über die Kreuzung kommen, der Hauptverkehrsstrom auf der Durlacher Allee daher mehr Grün bekommen kann. Davon profitiert auch der Radverkehr.

Durch die Aufweitung des Straßenraums muss im Süden der Straße vermehrt in die Böschung eingegriffen werden. Durch verschiedene Maßnahmen können im Bereich der Kleingartenanlage die Bäume erhalten bleiben. Weichen müssen jedoch Bäume ab Vereinszufahrt bis zum Weinweg. Auf der Nordseite bleiben die Bäume stehen. -rie-

 
 

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