Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. April 2016

Kultur: Alles auf Anfang

WELTURAUFFÜHRUNG IM ZKM: Zwölf Schlagzeuger des Percussion Ensembles Stuttgart brachten zum Globale-Finale das neue Stück von Adriana Hölszky „Exodus“ zu Gehör. Foto: Bastian

WELTURAUFFÜHRUNG IM ZKM: Zwölf Schlagzeuger des Percussion Ensembles Stuttgart brachten zum Globale-Finale das neue Stück von Adriana Hölszky „Exodus“ zu Gehör. Foto: Bastian

TANZPERFORMANCE des Künstlers Mirai Moriyama. Foto: Bastian

TANZPERFORMANCE des Künstlers Mirai Moriyama. Foto: Bastian

 

Abschluss ZKM-Globale / Eröffnung „Reset Modernity“

Die Globale ist zu Ende, es lebe die Globale. Mit einem großen Finale endete jetzt das 300-tägige Kunstereignis zum Karlsruher Stadtgeburtstag, das im Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) die kulturellen Folgewirkungen von Modernisierung, Globalisierung und Digitalisierung beleuchtete.

„Wir haben mit der Globale Themen gesetzt, die langfristig wirken“, war ZKM-Chef Peter Weibel überzeugt. 640 000 Besucherinnen und Besucher seien zu den 100 Veranstaltungen und 30 Ausstellungen des Ideen- und Kreativlabors gekommen, damit hätten sich die Erwartungen, „mit der Globale ein Ereignis für Bürger, von Bürgern und mit Bürgern zu gestalten“, erfüllt.

„Was bleibt von der Moderne?“ und „Wie werden wir überleben?“ lauteten die Fragen des Abschlusswochenendes, auf die unter anderem acht Ausstellungen aus europäischer, chinesischer, japanischer und arabischer Sicht eine „koordinierte Interpretation der weltverändernden Entwicklungen“ versuchten. Eine davon war die vergangenen Freitag eröffnete und bis 21. August laufende Schau „Reset Modernity“. Kurator ist der französische Anthropologe und Philosoph Bruno Latour.

Mit Blick auf die Verheerungen des 20. und 21. Jahrhunderts und die Herausforderungen tiefgreifenden ökologischen Wandels fordert er einen Neuanfang, ein „Zurücksetzen der Moderne auf Null“ - wie bei einem Gerät, das schlecht funktioniert. Sechs Stationen mit Werken etwa von Tacita Dean, Albrecht Dürer, Pierre Huyghe, Thomas Struth oder Jeff Wall eröffnen mögliche Szenarien und sollen Betrachtern das Gefühl geben, „die Fähigkeit zur Neuorientierung erlangt zu haben“, sagt Latour. Da es sich aber um „ein Gedankenexperiment“ handle, gebe es „keine Garantie.“ -maf-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe