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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. April 2016

Naturschutz: Über Stieglitz und Biber

MIT VIEL WISSEN ÜBER DEN BIBER glänzten die Daxlander Viertklässler vor Bürgermeister Klaus Stapf. Foto: Fränkle

MIT VIEL WISSEN ÜBER DEN BIBER glänzten die Daxlander Viertklässler vor Bürgermeister Klaus Stapf. Foto: Fränkle

 

Zwei Schauen im Naturschutzzentrum auf dem Rappenwört

Warum heißt der Distelfink auch Stieglitz? Die Schülerinnen und Schüler der 4a aus Daxlanden mussten ziemlich rätseln, obwohl ihnen Artur Bossert den Ruf des Distelfinken mehrmals vorspielte. Schließlich aber sind sie doch draufgekommen: „Das klingt wie ‘Stiglitt-Stiglitt‘!“ Bossert, Vorsitzender des NABU Karlsruhe, hatte sie mit den Hinweis auf den Kuckuck auf die richtige Spur gebracht.

Der Stieglitz oder Distelfink ist Vogel des Jahres 2016, dazu auserkoren vom NABU und dem bayerischen Landesverband für Vogelschutz. Damit steht der Stieglitz im Mittelpunkt einer kleinen Ausstellung, die der NABU Karlsruhe und das Naturschutzzentrum im Versammlungsraum des Zentrums auf dem Rappenwört bis zum 11. September zeigen. Auf einem Bildschirm läuft in Endlosschleife eine Fotoschau über den Distelfink. Und Schautafeln gehen auch auf andere Tiere und Pflanzen des Jahres 2016 wie etwa den Feldhamster, den Stachelbeerspanner oder die Sibirische Schwertlilie ein.

In den Ausstellungsräumen und im Außenbereich des Naturschutzzentrums läuft zugleich die Ausstellung „Die Biber kommen“. Das Naturschutzzentrum zeigt dort, wie sich der vor mehr als 160 Jahren in Baden ausgerottete Biber allmählich die Landschaft am Rhein wieder erobert. Bürgermeister Klaus Stapf und der Leiter des Zentrums, Andreas Wolf, haben zur Eröffnung mit den Daxlander Viertklässlern eine Unterrichtsstunde über den Biber veranstaltet. Dabei hat es sich etwa herausgestellt, dass Tiere, die die Kinder etwa in der Fritschlach schon gesehen haben, höchstwahrscheinlich Nutrias waren. Denn bis in die Karlsruher Rheinauen ist der Biber noch nicht wieder vorgedrungen.

Die Ausstellung, die ein präparierter kanadischer Biber des Naturkundemuseums ziert, geht unter anderem auf den Biber als Burgenbauer und Gestalter oder auf seine Lebensweise ein. Nicht ausgespart wird, dass er durchaus auch eine Gefahr für Straßen, Bahndämme oder die Landwirtschaft darstellen kann. Und an sechs Stationen im Außenbereich können die Kinder Fragen zum Biber beantworten. Die dabei gefundenen Buchstaben in Lücken eingesetzt, ergeben ein Lösungswort in Sachen Biber. Weitere Informationengibt es auf der Internetseite www.nazka.de. -erg-

 
 

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