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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. April 2016

Stadtentwicklung: Stadtteil der Zukunft

ALLES SO SCHÖN BUNT HIER: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup nahm Visionen für Mühlburg und Knielingen in den Blick. Foto: Fränkle

ALLES SO SCHÖN BUNT HIER: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup nahm Visionen für Mühlburg und Knielingen in den Blick. Foto: Fränkle

 

SmartQuarterVision KA 2030 plus / Abschluss erste Wettbewerbsrunde / Ideen vorgestellt

Vergangenes Jahr hat sich Karlsruhe für die erste Runde im Bundeswettbewerb „Zukunftsstadt“ qualifiziert. Mit dem Projekt, Visionen für die Referenzstadtteile Mühlburg und Knielingen zu entwickeln. Zum Abschluss der ersten Runde hat das Zukunftsstadt-Team Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup vergangenen Freitag das Konzept „Stadtteil der Zukunft“ überreicht.

Zehn Monate hat das Zukunftsstadt-Team zusammen mit Bürgerinnen und Bürgern in Mühlburg und Knielingen an einer Vision 2030 + für die beiden Stadtteile gearbeitet: in Workshops mit Kindern und Jugendlichen, bei Treffen mit den Bürgervereinen und anderen Zielgruppen sowie bei zwei zentralen Visionswerkstätten. Vergangenen Freitag nun waren alle Beteiligten zur Abschlussveranstaltung der ersten Wettbewerbsphase ins Rathaus geladen. Bürgerinnen und Bürger sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zukunftsstadt-teams aus Stadt, CyberForum Service GmbH, Europäischem Institut für Energieforschung und dem KIT-Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse. Sie alle konnten sich über die Ergebnisse informieren: Dass Mühlburg sich etwa den Rheinhafen als festen Bestandteil des Lebensraums im Quartier wünscht, den Ausbau der Radnetze, einen leisen und platzsparenden ÖPNV oder dass Mühlburg als Heimat von Carl Benz eine Rolle für die Attraktivität des Stadtteils spielt. Knielingen soll in der Zukunft 2030+ ein modernes Dorf sein, die Verkehrsbelastung hat stark abgenommen, der Pendelverkehr führt durch untertunnelte Straßen und alles ist begrünt.

OB Dr. Mentrup lobte besonders die ausgestellten Schülerarbeiten als „sehr kreativ, aber nicht einfach umzusetzen“. Ob Karlsruhe sich auch für die zweite Runde von „Zukunftsstadt“ bewirbt, werde noch geprüft, so das Stadtoberhaupt. In der ersten Runde standen 51 Kommunen je 35.000 Euro zur Verfügung, in die zweite Runde kommen noch 20, dann geht es um je 200.000 Euro für Planungs- und Umsetzungskonzepte. Dr. Ralf Trunko (CyberForum) strich heraus, dass die Ergebnisse auch in anderen Förderprogrammen verwendet werden könnten, falls Karlsruhe sich nicht weiter bewirbt oder nicht weiterkommt. Matthias Fischer, Vorsitzender des Bürgervereins Knielingen, freut sich, dass die Knielinger sehr engagiert dabei waren, sieht die Ergebnisse aber als reine Ideensammlung: „Uns fehlt die Vision.“ Das Konzept „Stadtteil der Zukunft“ steht bald auf www.karlsruhe.de/zukunftsstadt zur Verfügung.
-res-

 
 

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