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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. April 2016

Stadtwerke: Fernwärme wird weiter ausgebaut

EIN SPATENSTICH näher an der Fernwärme. Gabriele Luczak-Schwarz, Karl Roth und Ortsvorsteherin Alexandra Ries (v.l.) Foto: Fränkle

EIN SPATENSTICH näher an der Fernwärme. Gabriele Luczak-Schwarz, Karl Roth und Ortsvorsteherin Alexandra Ries (v.l.) Foto: Fränkle

 

Vier Kilometer lange Leitung nach Durlach / dm war ausschlaggebend

Der Ausbau der Fernwärme schreitet immer weiter voran. In naher Zukunft kommt auch Durlach in den Genuss der umweltfreundlichen Energie. Ende 2017, spätestens Anfang 2018, soll es laut Dr. Karl Roth, dem technischen Geschäftsführer der Stadtwerke, soweit sein. „Unser Ziel, 40.000 Haushalte bis 2020 mit Fernwärme zu versorgen, erreichen wir wahrscheinlich schon früher“, verkündete Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz stolz.

Dabei stand Durlach noch gar nicht auf dem Plan, wie Roth bemerkte. Ausschlaggebend war der Wunsch der Drogeriekette dm, ihre neue Zentrale in der Untermühlsiedlung mit Fernwärme zu heizen. Außerdem haben die Stadtwerke die RaumFabrik als Kunden gewinnen können. „Das ist eine sehr gute Basis“, stellte Luczak-Schwarz fest.

Der Anfangspunkt der neuen Trasse ist die LEA an der Kreuzung des Ostrings mit der Durlacher Allee. Der Abschnitt bis zur Kreuzung Weinweg sei bereits fertig, so Roth. Im Moment wird die Leitung entlang des Grünstreifens entlang des Möbelhauses Mann Mobilia verlegt. „Im Herbst kommt der erste knifflige Teil“, sagte Roth. Die Bahnlinie zwischen Real und Mann Mobilia muss über- beziehungsweise unterquert werden. Wie die Bahnlinie westlich des Durlacher Bahnhofes. Ebenso die A5. Hier kommt das so genannte Micro-Tunneling-Verfahren mit zwei 68 Meter langen Hülsrohren zum Einsatz, in die die Rohre für den Vor- und Rücklauf eingezogen werden. „Das ist eine Premiere für uns. Wir haben noch nie eine Leitung unter einer Bundes-Autobahn hindurch gepresst“, erklärte Karl Roth.

Für diesen und weitere Bauabschnitte fanden viele Gespräche statt. So mussten sich die Stadtwerke unter anderem mit dem Regierungspräsidium, der Deutschen Bahn, verschiedenen Ämtern, aber auch mit Privatleuten absprechen, um wie geplant bauen zu können. Vorläufiger Endpunkt ist die RaumFabrik. Insgesamt ist die Leitung rund vier Kilometer lang. Der Ausbau soll etwa acht Millionen Euro kosten. -jäm-

 
 

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