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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 13. Mai 2016

Bevölkerungsentwicklung: Größter Zuwachs in Südstadt-Ost

CITY PARK BOOMT: Durch Zuzüge in das Neubaugebiet in ihrem Ostteil verzeichnet die Südstadt weiteres Bevölkerungswachstum. Foto: Fränkle

CITY PARK BOOMT: Durch Zuzüge in das Neubaugebiet in ihrem Ostteil verzeichnet die Südstadt weiteres Bevölkerungswachstum. Foto: Fränkle

 

Zunahme gegenüber Vorjahr auch in Neureut und Knielingen / Nordstadt verliert Bewohner

Karlsruhe wächst in Sachen Bevölkerung weiter gegen den Trend und hat derzeit fast 307.300 Einwohner. Einschließlich derjenigen, die mit Zweitwohnung in der Fächerstadt gemeldet sind, lebten Ende 2015 sogar 323.900 Menschen in der zweitgrößten Stadt Baden-Württembergs. Im Jahr zuvor waren es noch knapp 300.000 gewesen.

Die Entwicklung in den einzelnen Stadtteilen ist dabei jedoch höchst unterschiedlich. Dies zeigt die aktuelle Statistik zur Karlsruher Bevölkerung, die das Amt für Stadtentwicklung vor kurzem vorlegte. Danach sorgten nicht etwa die Höhenstadtteile mit ihren Wohnlagen an den grünen Vorberghängen im Jahr 2015 für den meisten Zuwachs, das größte Plus kam vielmehr aus einem Stadtteil der Innenstadt. Wie im Jahr zuvor meldete die Südstadt vor allem durch das immer weiter wachsende Neubaugebiet in Südstadt-Ost die größte Zunahme der Bevölkerung unter sämtlichen 27 Stadtteilen der Fächerstadt. Über 19.300 Menschen wohnten Ende 2015 in der Südstadt, das war ein Plus von fast 450 gegenüber dem Vorjahr. Gegenüber der Zeit vor Beginn der Bautätigkeiten für den City Park im Osten des Stadtteils war das gar ein Plus von 6.000 Menschen. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 hatte die Südstadt 13.300 Bewohner gemeldet.

Plus in Nordweststadt

Das zweitgrößte Wachstum im vergangenen Jahr verzeichnete die Nordweststadt. Im Quartier um Alten Flugplatz und Binsenschlauch lebten Ende 2015 genau 11.613 Menschen, das waren 215 mehr als Ende 2014. Einen spürbaren Anstieg der Bevölkerung gab es auch in Knielingen (202 Bewohner mehr als im Vorjahr), Durlach und Rintheim mit jeweils einem Plus von 199 Bewohnern, in der Südweststadt (plus 188), in Grünwinkel (plus 171), Neureut (plus 139) und in der Oststadt (plus 132).
Die Bergdörfer meldeten deutlich geringeren Zuwachs als in den Jahren, als dort die Neubaugebiete aus dem Boden schossen. Stupferich kam von 2014 auf 2015 auf ein Plus von 90 Bewohnern, Palmbach auf ein Plus von 65, Wolfartsweier auf ein Plus von 23 und Hohenwettersbach auf 21 Bewohner mehr als im Vorjahr. Fast konstant blieb die Bevölkerungszahl im einstigen badischen Malerdorf Grötzingen (plus 6), Grünwettersbach verzeichnete gar einen leichten Rückgang. Dort lebten im vergangenen Jahr 15 Menschen weniger als 2014.

Das Bergdorf gehört zu den lediglich vier Stadtteilen, die 2015 Verluste hinnehmen mussten. Neben Grünwettersbach waren das die Nordstadt, die auf 64 Bewohner weniger als im Jahr 2014 kam, Daxlanden (minus 25) und Weiherfeld-Dammerstock (minus 22).

Durlach bis Palmbach

Auf die Reihenfolge der Stadtteile in Sachen Bevölkerungszahl hatten die Zu- und Abnahmen des vergangenen Jahres allerdings keinen Einfluss. Der größte Stadtteil ist nach wie vor Durlach. Die ehemalige Markgrafenstadt hatte Ende 2015 genau 30.287 Bewohner. Danach folgt die Oststadt mit 29.430 Bewohnern. In die Statistik dieses Stadtteils sind allerdings die Bewohner der Landeserstaufnahme für Flüchtlinge (LEA) eingerechnet, die dort jeweils nur für kurze Zeit untergebracht sind. Auf über 20.000 Bewohner kommen auch Südweststadt (20.364) und Weststadt (20.102). Die kleinsten Stadtteile sind Palmbach mit 1.947 Bewohnern, Stupferich (2.728), Hohenwettersbach (2.988) und Wolfartsweier (3.184 Bewohner).
Weitere Infos gibt es im Internet unter: www.karlsruhe.de/Statistik -trö-

 
 

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