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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 20. Mai 2016

Bevölkerung: In Karlsruhe leben Menschen aus 170 Nationalitäten

EIN LEBENDIGES MITEINANDER: Von den insgesamt 307.300 Einwohnerinnen und Einwohnern, die Karlsruhe am Ende des Jahres 2015 zählte, hatten 62.100 einen ausländischen Pass. Foto: Fränkle

EIN LEBENDIGES MITEINANDER: Von den insgesamt 307.300 Einwohnerinnen und Einwohnern, die Karlsruhe am Ende des Jahres 2015 zählte, hatten 62.100 einen ausländischen Pass. Foto: Fränkle

 

Bunte Vielfalt prägt das Stadtbild - 17 Prozent der Einwohner haben ausländischen Pass / Unterschiede in den Stadtteilen

Karlsruhe ist in Sachen Bevölkerung eine Stadt der bunten Vielfalt. In der zweitgrößten Stadt Baden-Württembergs leben derzeit Menschen aus 170 Nationalitäten. 17,2 Prozent der 307.300 Einwohner haben einen ausländischen Pass, weitere 10,5 Prozent sind Deutsche mit Migrationshintergrund.

Nach dem vom Amt für Stadtentwicklung vor Kurzem vorgelegten Statistischen Jahrbuch 2015 kamen Ende 2014 fast drei Viertel der Karlsruher ohne deutschen Pass aus dem europäischen Ausland, 17,3 Prozent aus Ländern Asiens, 6,4 Prozent aus Afrika und 3,7 Prozent aus Amerika. Die größte Gruppe der Ausländer in Karlsruhe stellten mit 14,2 Prozent Personen, die aus Staaten auf dem Gebiet des früheren Jugoslawien stammen, gefolgt von Türken mit 12,2 Prozent, Rumänen (8,3), Italienern (8,1), Polen (5,4), Franzosen (3,3) und Russen (3,1 Prozent).
Nach der neuesten Statistik zur Karlsruher Bevölkerung stieg der Anteil der Migranten – dazu zählen Menschen mit ausländischem Pass und Deutsche mit persönlichem Migrationshintergrund – von 24,4 Prozent der Einwohner Anfang 2010 auf 27,7 Prozent  Ende 2015. Während in dieser Zeit der Anteil der Deutschen mit Migrationshintergrund mit 10,4 Prozent 2010 und 10,5 Prozent 2015 nahezu konstant blieb, stieg der Anteil von Ausländern von 14 auf 17,2 Prozent.
Die einzelnen Stadtteile zeigen indes ein unterschiedliches Bild. Am größten ist der Anteil der Migrantinnen und Migranten an der Bevölkerung in der Innenstadt-Ost mit 47,6 Prozent, gefolgt von Oberreut mit 39,3 Prozent. Dort stellen die Deutschen mit Migrationshintergrund mit 23,5 Prozent gegenüber den Ausländern (15,8 Prozent) die deutlich stärkere Gruppe. Überdurchschnittlich hohe Anteile an Migranten haben auch die Südstadt mit 37,7 Prozent, die Innenstadt-West (36,7) und Mühlburg (35,9 Prozent).
Von sämtlichen 27 Stadtteilen hat Hohenwettersbach mit 10 Prozent den geringsten Anteil von Migranten in der Bevölkerung, gefolgt von den weiteren Bergdörfern Stupferich (10,5 Prozent), Grünwettersbach (10,9) und Palmbach (11 Prozent). Der größte Stadtteil Durlach bleibt mit 26 Prozent leicht unter dem Durchschnitt der Gesamtstadt, Rüppurr (13,4), Wolfartsweier (15,7), Weiherfeld-Dammerstock (16,8) und Beiertheim-Bulach (18,1 Prozent) liegen deutlich darunter.    
 -trö-

 
 

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