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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 20. Mai 2016

Ausschüsse: KIT-Neubauten und Wohnungsprojekte im Planungsausschuss

Qualität überzeugte

Mit dem Bebauungsplan für die vom KIT geplante Erweiterung des Campus Süd am Adenauerring sowie Wohnungsbauprojekten befasste sich der Planungsausschuss in seiner jüngsten Sitzung vergangene Woche unter Leitung von Baudezernent Michael Obert.

 Bei zwei Gegenstimmen akzeptierte das Gremium die vom KIT überarbeitete Planung. Das KIT will hinter der ehemaligen Kinderklinik mit Architekten der Klaus-Tschira-Stiftung drei Gebäude errichten, bekommt das größte davon geschenkt und wird zwei weitere für forschungsnahe Nutzung einsetzten. Damit können teure Anmietungen aufgegeben werden. Für die beiden äußeren Gebäude  im Süden und Norden gibt es einen Wettbewerb. Laut KIT werden Wünsche aus Bürgerschaft und Politik berücksichtigt. So wird es statt 50 000 lediglich 44 000 Kubikmeter Bauvolumen geben, die Baumassen werden gestaffelt – mit einem städtebaulichen Akzent  von neun Stockwerken gegenüber der Bibliothek, fünf Geschossen zum Adenauerring und maximalen dreien im Abstand von 26 Metern zu den Reihenhäusern  an der Hansjakobstraße.  Die Bäume am Adenauerring bleiben erhalten. Zwischen den Neubauten sollen die Abstände 18 Meter betragen und Aufenthaltsqualität im Grünen bieten. Die Ausnutzung des Geländes soll so der eines Wohngebietes entsprechen. Geplant sind flexible, effiziente  Ringbauten, um auf sich schnell verändernde Forschungsbedingungen reagieren zu können. In den Erdgeschossen  kann es  auch Cafés und wenige kleinere Geschäftegeben. Im Ausschuss stieß diese Bauqualität auf Zustimmung, wenn auch der Verzicht auf den sonst üblichen Wettbewerb nach wie vor Kritik erntete.

Zur Kenntnis nahm das Gremium  das Ergebnis für die Mehrfachbeauftragung  für Wohnbauten an der Maxauer Straße in Knielingen. Sieger wurden die Karlsruher GJL-Architekten. Sie wollen an der Bahn nach Norden und Süden ausgerichtete Wohnzeilen mit einer begehbaren, großen Lärmschutzwand bauen. Dahinter soll es Doppelreihenhäuser geben. Da manche Grundrisse noch dem Lärm ausgesetzt sind, wird an dem Projekt  weiter gefeilt.  Hierfür soll es einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan geben wie ebenso für das Punkthaus mit zwölf Wohnungen an der Wichernstraße 4 a, dessen Planung ebenfalls auf Zustimmung stieß. Entstehen wird hier ein ruhiger geschlossener Bau mit strukturierter Fassade, inklusive innenliegender Balkons und Loggien, gegliedert in fünf Voll- und zwei Staffelgeschosse samt Tiefgarage. -cal-

 

 
 

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