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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 10. Juni 2016

20 Jahre Waldpädagogik: „Wald macht Spaß“, lehrt und mahnt

WALDMOBIL STARTKLAR: „Klimafüchse“ übergaben Minister Hauk (l.) den Schlüssel. Mit dabei unter anderem BM Stapf (5.v.r.) und Forstamtsleiter Kienzler (3.v.r.). Foto: Knopf

WALDMOBIL STARTKLAR: „Klimafüchse“ übergaben Minister Hauk (l.) den Schlüssel. Mit dabei unter anderem BM Stapf (5.v.r.) und Forstamtsleiter Kienzler (3.v.r.). Foto: Knopf

 

Aktionstag mit Forstbewohnern / Waldmobil durch „Klimafüchse“ und Minister übergeben

Abenteuer pur war beim Aktionstag zu 20 Jahre Waldpädagogik kürzlich im Waldzentrum angesagt. Familien mit Nachwuchs konnten den Falken „Mücke“ und den sibiri-schen Uhu „Gorbi“ näher in Augenschein nehmen, Waldindianer spielen oder unter Anleitung eine Kletteraktion in die Baumkronen unternehmen. Forstamt und Waldpädagogik hatten einiges auf die Beine gestellt, um Nachhaltigkeit und Vielfalt des Waldes zu demonstrieren.

Außerdem gab es hohen Besuch. Baden-Württembergs Minister für den ländlichen Raum, Peter Hauk, übergab das neue Waldmobil seiner Bestimmung. Zahlreich war die Prominenz aus Politik und Forstwissenschaft des Landes im schmucken Holz-Amphitheater versammelt, als Karl-Wilhelm Röhm, Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Verband BW, die Gäste begrüßte. Vom Waldmobil als Erfolgsmodell sprach Röhm. Intention sei es, den Wald zu den Kindern zu bringen. Rund 70.000 Jungen und Mädchen nutzten es bislang landesweit, nun hat auch die Fächerstadt ein solches Fahrzeug. Schulen, Kindergärten aber auch Privatpersonen können es in Anspruch nehmen.

Von einer weiteren Erfolgsgeschichte berichtete Bürgermeister Klaus Stapf. So gab es in 20 Jahren Waldpädagogik bislang 9000 Veranstaltungen mit 200.000 Teilnehmern, hauptsächlich Kindern. „Das sind beeindruckende Zahlen. Bekanntlich setzt man sich in erster Linie für das ein, was man kennt und schätzt. Hier bekommen Kinder Natur zum Anfassen. Gerade für uns Karlsruher hat der Wald, der ein Viertel unserer Stadtfläche bedeckt, eine enorme Bedeutung“, so Stapf, der auch viel Lob für Forstamtsleiter Ulrich Kienzler, Mitarbeiter und Ehrenamtliche parat hatte. Hauk betonte, dass der Wald ein wichtiger, nicht früh genug zu erlebender Lebensraum sei: „Wald macht Spaß. Das zeigt das neue Waldmobil. Es sensibilisiert unseren Nachwuchs für den Forst.“ Folgerichtig erhielt er den Schlüssel symbolisch von den „Klimafüchse“, die sich zuvor über den Wald schlau gemacht hatten. -voko-

 
 

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