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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 10. Juni 2016

Kultur: Reiche der Fantasie

KUNST DES INFORMEL regt in Junger Kunsthalle Menschen jeglichen Alters zu grenzenloser  Kreativität an.  Foto: MMG

KUNST DES INFORMEL regt in Junger Kunsthalle Menschen jeglichen Alters zu grenzenloser Kreativität an. Foto: MMG

 

Schau „formlos“ setzt Kreativität und Dynamik frei

„formlos“ können sich Groß und Klein noch bis 14. August in der Jungen Kunsthalle mit Kunst nach 1945 auseinandersetzen. Dazu regen Originale aus dem Besitz der Kunsthalle im Erdgeschoss an.

Ein Stockwerk darüber haben Studierende der Kunstakademie die Mal-Arena, das Reich der Fantasie, das Raumforschungszimmer  und den Maschinenraum inklusive Farbkatapult geschaffen. Nach dem Motto „Pinsel war gestern“ können sich hier alle mit Werkzeugen wie Wischern, Fleischklopfern, Zahnbürsten, Rakeln, Sprühflaschen, Bürsten, Besen und Materialien aller Art, etwa Farben, Pigmenten, Kreiden, Stöcken, Draht, Schaumstoff, Pappe, Kleber austoben. Pinsel sind aber keineswegs verboten.

Was dabei herauskommen kann, zeigen Bilder und Skulpturen von Künstlern des Informel. Die suchten nach dem Inferno  des Zweiten Weltkrieges nach neuen Wegen in offenen Formen und unmittelbaren Gestaltungen der Oberflächen ihrer Werke. „Rot ist die Farbe meines Lebens“ bekannte beispielsweise  Markus Prachensky und brachte in seinem Bild „Rouge sur Gris“ beschwingt von Dixie, Jazz oder Klassik pure Energie und Dynamik  auf die Leinwand.

Peter Brüning sah Landschaft als Zeichen wie in „49/63“. Aus Farbe formte Ernst Wilhelm Nay das Bild „Strahlung“, das mit leuchtendem Blau, Gelb und Rot besticht. Norbert Krickes „Raumplastik“ ist eine dreidimensionale Zeichnung aus Metallstäben. Gerhard Hoehme klebte ausgefranste Gaze auf  Leinwand, bemalte sie und setzte Zeichen hinein, in „Klees Kunstkartenspiel“ etwa eine Pyramide und ein dreiblättriges Kleeblatt. Und Bernhard Schultze zauberte in „Neelt“ mit übermalten, kleinen Objekten eine goldschimmernde Fantasielandschaft. Wer mitmachen will, kontaktet unter Telefon 926-3370 oder service@kunsthalle-karlsruhe.de.

 
 

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