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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 10. Juni 2016

Nationalpark: Schulklassen erkunden die Wildnis

DAS  SCHULPROJEKT im Rahmen der Patenschaft startete die 10a des Max-Planck-Gymnasiums im Auenwald. Foto: MMG

DAS SCHULPROJEKT im Rahmen der Patenschaft startete die 10a des Max-Planck-Gymnasiums im Auenwald. Foto: MMG

 

Regionale Naturräume begreifen / Start für pädagogische Kooperation mit Nationalpark / Mehrere Zielgruppen

Die Patenschaft mit dem Nationalpark Schwarzwald lebt. Vor einem Jahr vor Ort wurde die Zusammenarbeit im Naturschutz, in der Naturpädagogik, im Marketing, Tourismus, Verkehr, in Kultur, Forschung und Technologie besiegelt.

Für die Pädagogik steht in Karlsruhe das Naturschutzzentrum. Dessen Leiter Andreas Wolf, der zu den Initiatoren der Patenschaft zählt, hat nun ein erstes Kooperationsprojekt mit dem Max-Planck-Gymnasium aufgelegt: Schülerinnen und Schüler der zehnten Klassen nehmen bei zwei Exkursionen die Gewässer am Oberrhein und im Nationalpark unter die Lupe.

Start war vorige Woche, als Pädagogin Susanne Pimentel der 10 a mit ihrem Lehrer Christian Beck den Auenwald nahebrachte. Da ging es nach der Geschichte und Definition von Auen als vom Rhein überschwemmten Gebieten etwa um die in der Regel 180 Tage im Wasser stehende Weichholzaue und die nur 50 Tage „nasse“ Hartwaldaue. Außerdem um Wachstumsbedingungen wie Mineralstoffeinträge, typische Gewächse wie die Schlingpflanzen Efeu, Wald- und Weinrebe, Hopfen oder Kräuter wie Thymian, Lavendel oder Melisse.

Am Dienstag, 7. Juni, fährt die Klasse, gesponsert von der AVG, in den Nationalpark, um sich dem Bergwald zu widmen. Donnerstag vergangener Woche untersuchte die Parallelklasse 10 b die Alb, um dann am 9. Juni „oben“ einen Bergbach unter die Lupe zu nehmen. In Zusammenarbeit mit der Pädgagogik des Nationalparks werden so naturräumliche Zusammenhänge deutlich, denn in der Erdgeschichte hatte der Rheingrabenbruch erst zum Auftürmen des Schwarzwaldes geführt.

Zum Projekt, ergänzte Wolf, gehören auch noch Lehrerfortbildungen wie dieses Jahr zur Geologie. Außerdem für die Öffentlichkeit, organisiert von den Freundeskreisen, Vorträge. Aktuell stehen Wildkatzen im Fokus, so am 22. Oktober der Luchs. Wolf wünscht sich künftig noch weitere Schulen, etwa auch aus Gaggenau oder Freudenstadt und Mittelstädte aus der Region als Kooperationspartner. -cal-

 
 

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