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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 10. Juni 2016

Stadtteile: Zukunftsfähiges Knielingen

SANIERUNGSGEBIET ALT-KNIELINGEN: Modernisierungsmaßnahmen sollen die Gebäude im Westen der Fächerstadt energetisch optimieren und dafür Städtebaufördermittel beantragt werden. Foto: Knopf

SANIERUNGSGEBIET ALT-KNIELINGEN: Modernisierungsmaßnahmen sollen die Gebäude im Westen der Fächerstadt energetisch optimieren und dafür Städtebaufördermittel beantragt werden. Foto: Knopf

 

Stadtteilentwicklungskonzept abgeschlossen / 80 Maßnahmen für Sanierung und Modernisierung / Energetisch optimieren

Gut besucht war kürzlich der Informationstermin „Abschluss des Integrierten Stadtteilentwicklungskonzepts Knielingen 2030 (STEK)“, der zudem den Auftakt zu „Vorbereitende Untersuchungen und energetisches Quartierkonzept“ einleitete.

Viele Knielinger hatten während des STEK-Prozesses Vorschläge entwickelt. Diese wurde von der Verwaltung und dem beauftragten Planungsbüro aufgegriffen und ausgearbeitet. Gleichzeitig hat der Gemeinderat die Einleitung der Untersuchungen für das Teilgebiet Alt-Knielingen beschlossen, die als Grundlage zur Beantragung von Städtebaufördermitteln dienen. Ziel ist es, Alt-Knielingen zukunftsfähig weiterzuentwickeln und private Modernisierungsmaßnahmen zu fördern.

Begrüßt wurden die Teilnehmer von Bürgermeister Michael Obert, der das Wort an Planer Martin Theodor weiter gab. Bei dem einjährigen Prozess sei es darum gegangen, Stärken und Schwächen des Stadtteils mit Hilfe der Bürger auszuloten. Insgesamt 80 Maßnahmen resultierten daraus. Konkreter wurden seine Planer-Kollegen Michael Heger und Svetlana Moser. Zu den Stärken zählen die Bürger unter anderem die Nähe zum Landschaftspark Rhein oder die gute ÖPNV-Anbindung. Als Schwachpunkt wurden die Verkehrsbelastung mit dem Pendlerverkehr in die Pfalz und die hohe Lärmbelastung gesehen. „Unser Ziel ist, die Verkehrsbelastung zu reduzieren, den sozialen Zusammenhalt zu stärken und die städtebauliche Qualität zu fördern“, resümierte Heger.

Mehr Freizeitmöglichkeiten (Jogging-Strecke, Grünzug 2.0., Picknick-Ecken) wurden angerissen. In Sachen Mobilität könnten Temporeduzierungen, ein verbessertes Radwegenetz und bessere Querungsmöglichkeiten über die Rheinbrückenstraße Maßnahmen sein. Bei der Stadtentwicklung war die Aufwertung des alten Ortskerns ein Thema. Bei Umwelt- und Klimaschutz war unter anderem von Flächenentsiegelung die Rede. Eine Sprecherin der IG Kultur betonte: „Wir wollen Lesungen, Ausstellung oder einen Büchertausch in der Wirkstadt Knielingen ins Leben rufen.“

Beim Feedback der Bürger gab es Kritik an der Gestaltung des Elsässer Platzes mit seinen überdimensionierten Lampenschirmen. Kurzzeitig emotional wurde es beim Thema „Gehwegparken“. Die Idee, eine Mischfläche mit Niveauausgleich für alle Verkehrsteilnehmer zu schaffen, stieß bei Manchem auf Protest. „Wo sollen all die Autos hin?“, meinte ein Bürger. Da schaltete sich Obert ein, der darauf verwies, dass man beim Gehwegparken keinen Handlungsspielraum habe. Beim energetischen Quartierskonzept stehen zunächst Ersteinschätzungen im Sanierungsgebiet Alt-Knielingen an. Es gehe darum die bestehenden Gebäude (von vor 1980) zu optimieren unter Einbeziehung erneuerbarer Energien. Für die Eigentümer gebe es kostenlose Beratungen, sagte Yasmin Außendorf von der Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur. „Wir möchten den Energieverbrauch unter die Lupe nehmen und Potenziale aufzeigen“, führte sie fort. Für Eigentümer würden innerhalb des Programms steuerliche Vorteile entstehen. -voko-

 
 

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