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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 17. Juni 2016

Jahresbilanz 2015: KVVH verbessert Ergebnis deutlich

BESSERER SERVICE: Neun neue Bahnen kamen 2015 auf die Karlsruher Gleise. Insgesamt investierten die Verkehrsbetriebe im Vorjahr 38,3 Millionen Euro für die Beschaffung von Fahrzeugen.  Foto: Fränkle

BESSERER SERVICE: Neun neue Bahnen kamen 2015 auf die Karlsruher Gleise. Insgesamt investierten die Verkehrsbetriebe im Vorjahr 38,3 Millionen Euro für die Beschaffung von Fahrzeugen. Foto: Fränkle

 

Städtischer Versorgungskonzern erreicht fast schwarze Null / Ergebnisbeitrag der Stadtwerke und Fahrgastzahlen der VBK gestiegen

Die Unternehmensholding Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH (KVVH), in der die Stadt ihre innerstädtischen Verkehrs- und Versorgungsunternehmen bündelt, konnte ihr Ergebnis 2015 im Vergleich zum Vorjahr um vier Millionen Euro verbessern.

Der Konzern, der das Dach für Stadtwerke, Verkehrsbetriebe (VBK), Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG), Bädergesellschaft und den Geschäftsbereich Rheinhäfen bildet, erreichte im Geschäftsjahr 2015 fast eine schwarze Null. Die städtische Holding senkte ihren Verlust von 6,3 Millionen Euro 2014 auf 2,3 Millionen Euro im jüngsten Ergebnis. Bei der diesjährigen Bilanzpressekonferenz machte KVVH-Sprecher Michael Homann vor allem einen gegenüber 2014 deutlich höheren Beitrag der Stadtwerke in den Querverbund für die Verbesserung des Ergebnisses verantwortlich. Gleichzeitig seien auch die Verluste von VBK, KASIG und Bädergesellschaft leicht zurückgegangen. Homann bedauerte vor den Medien, dass es der KVVH nicht vollständig gelungen sei, „mit den positiven Ergebnisbeiträgen der Stadtwerke und der Rheinhäfen die Belastungen insbesondere aus dem Verkehrsbereich zu kompensieren“, freute sich aber auf der anderen Seite über die Verbesserung des Ergebnisses im operativen Bereich um 8,6 Millionen Euro.

Ihre Umsatzerlöse konnte die KVVH-Dienstleistungsgruppe, die mit 2.500 Mitarbeitern und 146 Auszubildenden zu den großen Arbeitgebern der Fächerstadt gehört, von 2014 auf 2015 um 60 Millionen Euro auf 781,5 Millionen Euro steigern. Den Löwenanteil von 656,6 Millionen Euro - das entspricht 84 Prozent - steuerte dazu der Versorgungsbereich bei, die Umsatzerlöse aus dem Verkehrsbereich stiegen um 3,3 Millionen auf 111,6 Millionen Euro. Die der Bädergesellschaft weisen ein Plus von 400.000 Euro aus, die Rheinhäfen erwirtschafteten 8,4 Millionen Euro.

Das Investitionsvolumen der KVVH-Gruppe lag um über 60 Millionen Euro höher als im Vorjahr. Insgesamt knapp 300 Millionen Euro investierte der Konzern 2015 in so genannte Sachanlagen. Als Gründe für den Zuwachs führte Homann die hohen Investitionen in Erneuerung und Ausbau der Leitungsnetze an, die Beschaffung von neuen Fahrzeugen bei den VBK und die Bauarbeiten der KASIG für die Kombilösung. Insgesamt investierten Stadtwerke 91,3 Millionen Euro, VBK 59,7 Millionen, KASIG 144 Millionen, Rheinhäfen 2,2 Millionen und Europabad 1,8 Millionen Euro.

Bei den Jahresergebnissen erzielten die Stadtwerke trotz erheblicher regulatorischer Einflüsse und eines intensiven Wettbewerbs auf den Strom- und Gasmärkten eine deutliche Verbesserung. Sie lagen 2015 mit einem Jahresüberschuss von 19,4 Millionen Euro um 4,2 Millionen Euro über dem des Vorjahres. Die Rheinhäfen meldeten einen Jahresüberschuss von 250.000 Euro und damit ein Plus von 150.000 Euro gegenüber 2014. Das Jahresergebnis der VBK fiel mit einem Fehlbetrag von 27,3 Millionen Euro um 300.000 Euro geringer als im Vorjahr aus. Ein Grund für die leichte Verbesserung des Defizits liegt in der Erhöhung der Fahrgastzahlen, die von 107,3 Millionen auf 107,5 Millionen nach oben ging. Von den Investitionsmitteln in Höhe von 59,7 Millionen Euro flossen allein 38,3 Millionen in die Beschaffung neuer Fahrzeuge. In die Infrastruktur steckten die VBK 11,4 Millionen Euro und trieben dabei vor allem den barrierefreien Ausbau ihrer innerstädtischen Haltestellen voran. 2015 gestalteten sie die Haltestelle Kronenplatz in der Fritz-Erler-Straße sowie die an Händelstraße, Philippstraße und Entenfang behindertengerecht um. Und die Karlsruher Bädergesellschaft ging mit dem Bau der Green-Viper-Rutsche sowie dem Schlaf- und Ruhehaus im Saunagarten im Europabad weiter auf die steigenden Ansprüche der Badegäste ein. -trö-

 
 

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