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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. Juni 2016

Bildung: Auf dem Weg zur IT-Schulstadt

Projektauftrag für Leitperspektive in Medienbildung

Karlsruhe will „IT-Schulstadt“ werden und die „Medienmoderne Schule“ zum Standard machen. Daher lud OB Dr. Frank Mentrup etliche Protagonisten aus dem schulpädagogischen Sektor zum runden Tisch „Schule als Lernort der Zukunft“ ins Stadtmedienzentrum.

Hintergrund ist die wachsende Bedeutung digitaler Medien und die mit dem neuen Bildungsplan bereits für Erstklässler geltende Leitperspektive Medienbildung. Gleichzeitig wurde ein Projektauftrag an das Stadtmedienzentrum vergeben, das an die Leitperspektive Medienbildung andockt. Die Thematik wurde bei der Auftaktveranstaltung in Kurzreferaten von zahlreichen Akteuren beleuchtet.

Mentrup erinnerte daran, dass gerade Karlsruhe mit der ältesten TH Deutschlands, seiner renommierten Informatik sowie der ersten verschickten E-Mail in Deutschland eine zukunftweisende Rolle, was die Nutzung von Technologien im Schulalltag betrifft, spielen müsse. „Wir benötigen eine systematische Vorgehensweise und belegen, dass wir eine Vorzeige-IT-Stadt sind.“ Dr. Peter Jaklin (stellvertretender Direktor Landesmedienzentrum Standort Karlsruhe) betonte, Digitalisierung sei für künftige Generationen elementar.

Professor Peter Henning (Hochschule Karlsruhe) stellte fest, dass die Kompetenz in den neuen Kulturtechnologien zumeist außerhalb der Schule erworben werde. Dies müsse sich ändern. Von komplexen Herausforderungen sprach Professor Frank Thissen (Hochschule der Medien). „Wir müssen Schule radikal neu denken. Stichworte heißen: interdisziplinär, eigenverantwortlich, fachübergreifend.“ Gesine Baumstark-Kühn, Rektorin der Grundschule Wolfartsweier, einer der Referenzschulen, berichtete von Praxisbeispielen. „Kinder lernen sehr schnell mit Programmen umzugehen. Es gibt wohl in keinem Unterricht so viel Kooperation unter den Schülern wie am PC.“

Die Hoffnung, dass die „Kreidezeit“ bald der Vergangenheit angehöre, hegte Benedikt Bühler (Stadtschülerrat). Er berichtete, dass in der Realität oft Schüler Lehrern die neuen Medien erklären müssten. Bessere technische Infrastruktur und mehr Personal wünschte sich Veronika Pepper (Gesamtelternbeiratsvorsitzende). Lernen mit neuen Medien als Primat forderte Jörg Schumacher vom Stadtmedienzentrum. Joachim Frisch, Leiter Schul- und Sportamt sah im Stadtmedienzentrum den richtigen Partner, um das Projekt zu entwickeln. Lernen mit neuen Medien sei gesellschaftliche, pädagogische und technische Aufgabe. Am Ende des Prozesses soll ein standardisierter Medienentwicklungsplan stehen. Sechs Schulen zählen sind dabei Pioniere. -voko-

 
 

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