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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. Juni 2016

Das Fest: Regionalmarketing im besten Sinne

KAUM ZU GLAUBEN, aber das Fest bietet trotz des Riesenandrangs immer wieder auch entspannende Idyllen wie diese am Ruderbootsee im eintrittsfreien Bereich. Foto: Bastian

KAUM ZU GLAUBEN, aber das Fest bietet trotz des Riesenandrangs immer wieder auch entspannende Idyllen wie diese am Ruderbootsee im eintrittsfreien Bereich. Foto: Bastian

 

Das Fest versteht sich als Festival für die ganze Familie / Tickets ausverkauft

Die Gänge für das Fest-Mahl stehen fest: Fettes Brot komplettiert das feine Musik-Menü auf der Hauptbühne. Und dass der Auftritt der „Brote“ fett wird, ist klar wie Kloßbrühe. Da die Deutsch-Hip-Hopper aus Hamburg für „Rock am Ring“ gebucht waren, blieb ihr Gastspiel in Karlsruhe bis zum Pressetermin vergangenen Donnerstag in den Räumen der Volksbank noch unter Verschluss.

Jetzt hoffen Fans und veranstaltende Event GmbH auf bessere Bedingungen als in der Eifel, wo das Musikfestival nach schweren Gewittern ein jähes Ende fand. Das Programm mit Headlinern wie Rea Garvey, Element of crime, Wanda, Milky Chance und Moop Mama steht – und Werbung braucht das Fest in der Günther-Klotz-Anlage (22. bis 24. Juli) keine mehr. Schneller denn je waren die Eintrittskarten zu fünf Euro ausverkauft, lediglich am Sonntagmorgen stehen speziell für das Klassik-Frühstück noch Online-Tickets zur Verfügung. Die Attraktivität des Fests hat auch ihre Schattenseiten, der Schwarzmarkt blüht. Ein Anwalt mahne kommerzielle Händler ab, sie schadeten dem „Grundgedanken des Fests“ ärgerte sich Geschäftsführer Martin Wacker, völlig zu unterbinden sei die Abzocke jedoch trotz allem nicht. Was das Fest im Kern ausmacht, hob auch Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup hervor. Es habe viele Qualitäten, sei vorbildlich in Sachen Nachhaltigkeit und Sicherheit und leiste als Gesamtkunstwerk „Regionalmarketing im besten Sinne“.

Ein Großteil des Geländes ist „für umme“ zugänglich und bietet mit Familienprogram und Sportpark für Aktive weit mehr als Musik. Die natürlich auch. Auf der Feldbühne etwa, der ersten Adresse für regionale Bands, aber auch für coole Entdeckungen. Oder der Kulturbühne, die dieses Mal richtig dick aufträgt. Publikumswünschen des Vorjahres entsprechend, erhält Theater im öffentlichen Raum gebührend Platz. Geboten werden interaktive Walk Acts, bewegliche Kunstinstallationen, poetisches Straßentheater oder eine Herde von Maschinenwesen. Hinzu kommen die Beiträge des Stadtjugendausschusses, zugleich „Mutter und Großmutter“ (Wacker) des Fests. Der Gesellschafter beteiligt sich mit dem Bespielen der Feldbühne, der Infomeile als bunter Präsentationsplattform der Jugendverbände, gemeinnütziger Vereine und Organisationen, und mit dem Rummelplatz der Mobilen Spielaktion, der Kurzweil und anregende Welten für die Kleinsten und Kleinen bietet. -maf-

 
 

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