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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. Juni 2016

Gemeinderat: Kosten dürfen nicht davonlaufen

DER AUFTRITT DER BESTEN LEICHTATHLETEN DER WELT beim Indoor Meeting in der Messe Karlsruhe scheint zumindest für  die Jahre 2017 und 2018 gesichert werden zu können. Foto KEG

DER AUFTRITT DER BESTEN LEICHTATHLETEN DER WELT beim Indoor Meeting in der Messe Karlsruhe scheint zumindest für die Jahre 2017 und 2018 gesichert werden zu können. Foto KEG

 

Städtische Ausgaben für Sport in der Messe müssen um 200.000 Euro gesenkt werden

Wie nah Hoch und Tief zusammenliegen können, wurde am Dienstag im Gemeinderat deutlich, als es um die Zukunft des Sports in der Messehalle ging. Gerade das Indoor Meeting, das im Januar den Aufstieg in die Weltliga der Hallenleichtathletik geschafft hatte, stand aus Kostengründen auf der Kippe.

Zogen vor zwei Jahren noch alle an einem Strang, um die Traditionsveranstaltung nach dem Ausfall der Europahalle aus Brandschutzgründen fortführen zu können, so hatte der Gemeinderat im März angesichts von Infrastrukturkosten von jährlich 550.000 Euro, die zusätzlich zum städtischen Zuschuss von 207.500 Euro für die Durchführung anfielen, von der Karlsruher Event GmbH (KEG) verlangt, die Kosten für das Indoor Meeting auf den Prüfstand zu stellen.

Herausgekommen ist daraus nun der Vorschlag an den Gemeinderat, der Durchführung des Indoor Meetings für 2017 und 2018 zuzustimmen, wenn es der KEG gelingt, die Infrastrukturkosten durch die Gründung eines Freundeskreises und weiteren Sponsoren auf 350.000 Euro zu senken. Diesem Vorschlag stimmte der Gemeinderat am Dienstag mehrheitlich zu.

„Für 2017 gehen wir mit, für 2018 wünschen wir eine weitere Sponsoren-Aquise“, hatte Stadtrat Dr. Albert Käuflein in der Debatte vor der Entscheidung eine Ergänzungsantrag der CDU-Fraktion erläutert, der allerdings keine Mehrheit fand. „Der Ausfall der Leichtathletikveranstaltungen in der Halle wäre ein verheerender Verlust für die Stadt“, erklärte Stadträtin Irene Moser (SPD), warum ihre Fraktion mehrheitlich die Weiterführung begrüßt. Die immer wieder angeführten Marketingwerte und -effekte stellte dagegen Stadtrat Joschua Konrad für die Grünen infrage, die gegen eine weitere Durchführung des Meetings votierten.

Die Unterstützung der KULT-Fraktion verband Stadtrat Dr. Eberhard Fischer „mit einem dicken Lob an die KEG“, die wiederum Tatkraft bewiesen und eine „positive Reaktion“ auf die Kostenfrage gezeigt habe. „Wir sollten die Chance nutzen, die Veranstaltung zu erhalten“, erklärte der FDP-Fraktionsvorsitzende Thomas H. Hock für die Zählgemeinschaft mit GfK, FW und Stadtrat Schmitt, während Stadtrat Marc Bernhard (AfD) „mitten in der Haushaltskonsolidierung“ viele andere Veranstaltungen für wichtiger hielt. -fis-

 
 

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