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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. Juni 2016

Kultur: Helmut Schmidt in Dur und Moll

SCHMIDT-HOMMAGE: OB Mentrup, Festredner Prof. Hartmut Soell, Gerlinde Hämmerle, Kurator Helmut G. Schmidt (v. l.). Foto: Knopf

SCHMIDT-HOMMAGE: OB Mentrup, Festredner Prof. Hartmut Soell, Gerlinde Hämmerle, Kurator Helmut G. Schmidt (v. l.). Foto: Knopf

 

Noch bis zum 16. Juli ist im Neuen Ständehaus (Stadtbibliothek) eine Sammlung mit Karikaturen über Helmut Schmidt zu sehen.

In Erd- und Untergeschoss können Besucher 70 Zeichnungen begutachten, die unter dem Titel „Helmut Schmidt in Dur und Moll – sein politisches Leben im Spiegel der Karikatur – eine Hommage“ firmieren. Kuratiert wurde die Ausstellung von Helmut G. Schmidt in Zusammenarbeit mit Stadtarchiv und Stadtbibliothek. Die Ausstellung nimmt in Anspielung auf den Klaviervirtuosen, die der frühere Bundeskanzler auch war, Harmonien und Dissonanzen, Höhen und Tiefen seines politischen Lebens aufs Korn. Ironisch, satirisch, komisch, aber auch sarkastisch und grotesk.

Eröffnet wurde die Ausstellung von OB Dr. Frank Mentrup, der von spannenden Skizzen über den früheren Bundeskanzler sprach. „Die Karikaturen setzen sich mit der Person und dem Wirken Schmidts auseinander und dokumentieren damit auch ein Stück Zeitgeschichte“, so der Rathauschef. Er berichtete, dass Schmidt selbst Karikaturen liebte und sie „Selbstkritik, die mich lachen lässt“, nannte. Den Festvortrag über den Hanseaten und SPD-Politiker hielt Professor Hartmut Soell. In seiner Hommage rief er Erinnerungen an die Ölkrise, die Geburt der Europäischen Währungseinheit, die Rezession, den Kalten Krieg mit seiner nuklearen Aufrüstung oder den RAF-Terrorismus in Erinnerung. Von der Flutkatastrophe in Hamburg über die Jahre Schmidts als Verteidigungsminister und seine Position als Bundeskanzler, die beginnende deutsch-französische Freundschaft oder der Wandlung Schmidts vom „Anglophilen zum Frankophilen“ skizzierte er dessen Vita. -voko-

 
 

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