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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 15. Juli 2016

Bevölkerung: Mehr Menschen in gesamter Region

WACHSTUM: Die Grafik des RVMO zeigt die Verschiebungen in den Bevölkerungszahlen in der Region Mittlerer Oberrhein.

WACHSTUM: Die Grafik des RVMO zeigt die Verschiebungen in den Bevölkerungszahlen in der Region Mittlerer Oberrhein.

 

Nach neuesten Zahlen des Statistischen Landesamts: Zahl der Bevölkerung am Oberrhein vor allem durch Zuwanderung beträchtlich gestiegen

Die Zahl der Einwohner ist 2015 in der Region Mittlerer Oberrhein so stark gestiegen wie seit dem Jahr 1990 nicht mehr. Diese meldet jetzt der Regionalverband (RVMO) nach Auswertung der neuesten Bevölkerungszahlen des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg.

Laut Statistischem Landesamt lebten Ende des vergangenen Jahres in der Region zwischen Waghäusel und Ottersweier 1.025.000 Menschen. Das waren rund 16.000 Menschen mehr als Ende 2014. „Der Zuwachs eines Jahres ist vergleichbar mit der Einwohnerzahl von Eggenstein-Leopoldshafen“, veranschaulicht Verbandsdirektor Gerd Hager die Dimension. Die Entwicklung liege sogar um etwa 1.500 Einwohner über den angenommenen Werten aus der Vorausrechnung des Statistiker.

Ein vergleichbares Wachstum hat es in der jüngeren Vergangenheit nur nach der Grenzöffnung Anfang der 90er Jahre gegeben. Damals verzeichnete die Region allein 1990 einen Zuwachs von mehr als 30.000 Menschen. Zuvor hatte es nur in den Babyboom-Jahren 1957, 1958 und 1962 sowie 1964 ähnliche Zuwächse wie 2015 gegeben.

Als Ursache des aktuell starken Bevölkerungswachstums macht der RVMO in einer Pressemitteilung die unverändert hohe Zuwanderung aus. Zum einem habe sich laut RVMO der bereits in den Vorjahren stark angestiegene Zulauf aus europäischen Staaten weiter intensiviert. Aber auch aus anderen Bundesländern seien weiterhin Menschen in die Region gezogen. „Die Zuwanderung in unsere Region hat sich weiter beschleunigt. Es kommen immer mehr Menschen in das Oberzentrum Karlsruhe und in die Mittelzentren, da dort attraktive Bedingungen für Arbeiten, Ausbildung und Lebensstil bestehen“, erklärt Hager.

Die neuesten amtlichen Zahlen belegen dies: Karlsruhe ist seit Ende 2014 um 7.700 Menschen gewachsen. Das entspricht einem Plus von 2,6 Prozent. Die Einwohnerzahl Bruchsals ging um 1.000 (plus 2,5 Prozent) nach oben, die von Baden-Baden um 800 oder 1,5 Prozent. Prozentual legten die Gemeinden Ötigheim (plus 3,4) und Iffezheim (plus 3,2) am meisten zu. Die Schwarzwaldgemeinde Forbach, die seit Jahren einen Bevölkerungsrückgang verzeichnete, drehte 2015 den Trend um und erzielte ein Plus von 2,2 Prozent.

Für die Stadt- und Regionalplanung ist das Wachstum die größte Herausforderung seit einem Vierteljahrhundert. Hager: „Doch die Voraussetzungen sind gut, gemeinsam den steigenden Wohnraumbedarf zu decken.“ -red-/-trö-

 
 

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