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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. Juli 2016

Ausländerbehörde: Auf dem Weg zur Willkommensbehörde

Karlsruhe ist ausgewählte Kommune in Baden-Württemberg / Förderprojekt für mehr Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit in Ausländerbehörde

Die Stadt Karlsruhe gehört zu den insgesamt acht ausgewählten Kommunen in Baden-Württemberg, die landesweit an dem Förderprojekt „Stärkung der Handlungsfähigkeit von Ausländerbehörden in Baden-Württemberg“ teilnehmen.

„Als moderne Verwaltung ist es immer unser Bestreben, die Abläufe und Rahmenbedingungen für die Kundschaft zu verbessern“, zeigte sich Erster Bürgermeister Wolfram Jäger vor den Medien erfreut, dass Karlsruhe bei dem aus Mitteln des europäischen Asyl- und Migrations- und Integrationsfonds (AMIS), sowie den baden-württembergischen Ministerien für Integration und für Inneres zum Zuge gekommen sei. Für das vom imap Institut aus Düsseldorf begleitete und bis Juni 2017 laufende Projekt bliebe bei der Stadt kostenmäßig nur ein Eigenanteil von 5. 000 Euro „hängen“.

„Ausländerbehörden stehen seit Jahren unter enormem Druck von verschiedenen Seiten“, sind für den Leiter des Ordnungs- und Bürgeramts Dr. Björn Weiße die Anforderungen für die Bediensteten nicht zuletzt angesichts der komplizierten Rechtsmaterie immer weiter gestiegen. Mit Veränderungen in der Personalausstattung, den Strukturen und einem Qualifikationsprogramm habe man bereits vieles in die richtige Richtung gelenkt. Von dem „Blick von Außen“ erhofft sich Weiße nicht nur Bestätigung dafür, „ gut aufgestellt zu sein“, sondern neue Anregungen.

„In Karlsruhe ist der Servicegedanken in der Ausländerbehörde schon spürbar, das erleichtert die weitere Arbeit“, beschreibt imap-Projektleiterin Sara Shekoomand die Eindrücke, die sie bei ersten Gesprächen mit den Beschäftigten und im Wartebereich gewonnen hat. Nun werde mit den Beschäftigten an der Steigerung der Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit gearbeitet, wobei der Fokus besonders auf die Verbesserung der räumlichen Gestaltung und des Leitsystems, der Optimierung der Abläufe und die Einrichtung eines Serviceschalters gerichtete werde. Darüberhinaus sollen interkulturelle Trainings, fachliche Schulungen sowie Englischkurse angeboten werden, um die für eine Willkommensbehörde notwendigen Kompetenzen zu stärken.

„Das Projekt ist auch eine Möglichkeit von den Erfahrungen anderer Behörden zu profitieren“, erhofft sich der Leiter der Ausländerbehörde Thomas Hager von den Austauschplattformen und Vernetzungsgruppen viel für die Praxis der 35 Mitarbeiterinnen und ihrer rund 47.000 Kundenkontakte mitnehmen zu können zu können. -fis-

 
 

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