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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. Juli 2016

Gemeinderat: Ein lockeres Kleid für IKEA

FASSADE FÜR DEN STADT-IKEA: Auf die Stadteingangssituation reagiert IKEA mit einer besonderen Fassadengestaltung, Ergebnis einer Mehrfachbeauftragung. Visualisierung: IKEA

FASSADE FÜR DEN STADT-IKEA: Auf die Stadteingangssituation reagiert IKEA mit einer besonderen Fassadengestaltung, Ergebnis einer Mehrfachbeauftragung. Visualisierung: IKEA

 

Fassadenwettbewerb entschieden / Gemeinderat beschließt Bebauungsplan

Wenig blau, viele Glasflächen und eine offene Gestaltung, die Leichtigkeit ausstrahlt: „Es ist eine herausragende Adresse an der Durlacher Allee - und für diesen Stadtraum ist das Ergebnis des Fassadenwettbewerbs eine sehr gute Lösung“, zeigte sich Bürgermeister Michael Obert mit dem Ergebnis der von IKEA beauftragten Mehrfachbeauftragung zufrieden.

Der Entwurf des Hamburger Architekturbüros nps tchoban voss überzeuge mit seiner einzigartigen Fassadenstruktur aus offen gestalteten Fassadenelementen, die sich aus gespiegelten und verschobenen IKEA-Schriftzügen zusammensetzen, so die Jury. „Uns war bewusst, dass wir eine gute Integration unseres Hauses hinbekommen müssen“, betonte Johannes Ferber, Expansionschef IKEA, bei der Medien-Vorstellung letzte Woche die Verantwortung seines Hauses. Gleiches gelte für die Verkehrserschließung, die - auch im ureigenen Interesse - stimmen müsse. Aktuell hat eine Verkehrssimulation, die dem Planungsausschuss vorgestellt wurde, das Konzept bestätigt. Und zwar unter Berücksichtigung von im Umfeld bereits erfolgten noch zu erwartenden Entwicklungen - Stichworte: dm-Campus oder auch Großmarktareal.

Vorgabe für die sechs teilnehmenden Büros war, die inneren Strukturen des 28 Meter hohen Gebäudeensembles (25.500 Quadratmeter Verkaufsfläche) über die Fassade aufzugreifen. Mit dem „lockeren, luftigen Gewand als äußere Hülle“ reagiere der Siegerentwurf äußerst ansprechend auf diese Herausforderung, so Obert. So liege das IKEA-Kleid in den drei oberen Geschossen offen über den Parkebenen. In der zweiten Schicht geschlossen mit Glasfronten präsentieren sich dagegen das Erdgeschoss (mit Selbstbedienungshalle, Lager, Kundenservice und Kassen) und das erste Obergeschoss (Möbelausstellung, Markthalle und Restaurant). „Besonders überzeugt hat uns die großzügige Glasfassade, die eine Verbindung zwischen Einrichtungshaus und Außenwelt schafft“, fügte Ferber an. Angetan ist Stadtplanungsamtsleiterin Prof. Dr. Anke Karmann-Woessner von der unterschiedlichen räumlichen Tag- und Nachtwirkung aufgrund Fassadenschichtung und möglicher Lichteffekte. Und damit die Idee bei der nun folgenden Detailplanung nicht verloren geht, begleitet der Gestaltungsbeirat, der schon der Jury angehörte, diesen Prozess.

Das Ergebnis der Mehrfachbeauftragung ist Grundlage des vorhabenbezogenen Bebauungsplans „Einrichtungshaus Am Weinweg“, zu dem der Gemeinderat bei Ablehnung von Stadtrat Jürgen Wenzel (FW) den Einleitungs- und Aufstellungsbeschluss fasste. Läuft alles wie geplant, ist Eröffnung Ende 2018. –rie-

 
 

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