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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. Juli 2016

Gemeinderat: „Große Chance für TechnologieRegion“

Gemeinderat stimmte mehrheitlich für Gründung einer GmbH / Grüne wollten Genossenschaft

Die TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) soll sich vom freiwilligen Zusammenschluss von 16 kommunalen Organisationen in eine professionalisierte GmbH wandeln. Auch die Wirtschaft und die Wissenschaft sollen Gesellschafter stellen. Der Gemeinderat hat am Dienstag für die Stadt Karlsruhe gegen die Stimmen der Grünen die Weichen in diese Richtung gestellt.

Die Grünen hatte zusammen mit KULT in einem Änderungsantrag gefordert, dass als Gesellschaftsform eine Genossenschaft statt einer GmbH gewählt werden solle. So sei es besser möglich, andere Mitglieder wie etwa die Gewerkschaften oder kleinere und mittlere Unternehmen in die Gesellschaft aufzunehmen. Während GRÜNE-Stadtrat Joshua Konrad diese Änderung als Voraussetzung für die Zustimmung seiner Fraktion nannte, war Dr. Eberhard Fischer (KULT) zufrieden mit den entsprechenden Zusagen, die die Verwaltung in ihrer Antwort und zu Beginn der Debatte auch OB Dr. Frank Mentrup mündlich gegeben hatte. Das Stadtoberhaupt erinnerte daran, dass die TRK eigentlich eine fast 30-jährige Erfolgsgeschichte sei, in Zukunft aber nicht mehr ohne professionelle Strukturen auskommen könne. Elf der Gesellschaftern hätten bereits zugestimmt. Die Änderungen seien „eine Riesenchance für die TRK“.

Mentrup sagte zu, dass auch für kleinere Unternehmen, die nicht Mitglied der GmbH werden könnten oder wollten, eine Lösung gefunden würde. Schließlich könnten aus kleinen start-ups eines Tages einmal Weltmarktführer werden. Auch mit den Gewerkschaften fände man Wege. Aus einer Genossenschaft könne man schneller wieder aussteigen als aus einer GmbH. Doch die Neuerungen seien auf Langfristigkeit angelegt. Er berichtete, dass das KIT und einige größere Unternehmen bereits Mitgliedschaft signalisiert hätten. Nach drei Jahren werde evaluiert, ob Wirtschaft und Wissenschaft die bis dahin vorgesehen 200.000 von schließlich 500.000 Euro Gesellschafteranteile eingebracht hätten.

CDU-Fraktionsvorsitzende Tilman Pfannkuch sah in den Veränderungen „ein Signal in die Region hinein“. Mehr Verlässlichkeit durch die neuen Strukturen erwartet SPD-Fraktionschef Parsa Marvi. Regionale Zusammenarbeit sei aber mehr als die TRK. Auch Tom Høyem (FDP) begrüßte die Neuerungen. Und Dr. Eberhard Fischer meinte gar, die TRK könne zum „Silicon Valley Europe“ werden. -erg-

 
 

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