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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 29. Juli 2016

Gemeinderat: Weiter Kampf gegen Lärm

Vor allem Verkehrsverhältnisse im Blick des Aktionsplans

Der 2009 beschlossene Lärmaktionsplan wird - abgestimmt mit Behörden, allen Ortschaftsräten, Bürgervereinen, Öffentlichkeit - über neue Minderungsmaßnahmen fortgeschrieben.

Das hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen. Final verblieben 37 Vorschläge für Straßen- und Straßenbahnverkehr: lärmarme Beläge, baulicher Lärmschutz, Tempolimit, Rasengleis, lärmaktive Schienenpflege. Der Bund wird bei A5 und A8 wohl nicht unterstützen. Also will die Stadt kommunal investieren. Wie beim Schienenschleifen alle zwei Jahre auf der Herrenalber Straße nach Gleiserneuerung bis 2018 (AVG).
Die aufgeführten Maßnahmen seien „solche, die eine realistische Chance auf Umsetzung haben“, hob Stadtrat Dr. Raphael Fechler (SPD) hervor, die Bürger nicht auf „Sankt Nimmerlein“ zu vertrösten. Auch würdigte er einen „vorbildlichen Bürgerbeteiligungsprozess“. Für KULT warnte Erik Wohlfeil: „Zu viel Lärm kann das angenehme Leben zerstören, im schlimmsten Fall krank machen.“ Seine Fraktion sei „nicht zufrieden“, sehe aber „keine rechtliche Handhabe“ für noch weitergehende Schritte.

GRÜNE-Fraktionsvorsitzender Johannes Honné merkte an, dass bereits „vor allem Grenzwerte gesenkt“ und so „mehr Hot-Spots, mehr verbesserungsbedürftige Zonen“ entstanden seien. Entscheidend bleibe, auf konkrete Belastungen, deren Ausmaß das Land nicht hinreichend erfasse („Wir sind weiter“), angemessen zu reagieren. Dass die für Bulach-Süd im aktuellen Etat vorgesehene Lärmschutzwand zur L605 doch nicht kommt, weil Landeshilfen aufgrund unterschiedlicher Dezibel-Bewertungen bislang ausbleiben, wie Bürgermeister Klaus Stapf mit Rest-Hoffnung ausführte, wurde bedauert. So auch von Karin Wiedemann. Es sei gut, so die CDU-Stadträtin dass Bulach grundsätzlich im Plan bleibe. Wiedemann: „Die Stadt hat Vieles umgesetzt“, aber: „Kopfsteinpflaster und Beton dienen nicht dazu, Lärm zu reduzieren“, auch stetes „Stop and Go“, sei bestmöglich zu unterbinden. -mab-

 
 

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