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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 29. Juli 2016

Geschichte: Memoria im Wandel

MAUSOLEUM:  2017 wird der Dachstuhl saniert. Foto: Knopf

MAUSOLEUM: 2017 wird der Dachstuhl saniert. Foto: Knopf

 

Buch über Großherzogliche Grabkapelle vereint neues Wissen

Zum 125-jährigen Jubiläum der Großherzoglichen Grabkapelle im Hardtwald fand 2014 eine viel beachtete Tagung von Wissenschaftlern statt. Daraus resultierte das Buch „Memoria im Wandel - fürstliche Grablegen in der frühen Neuzeit und im 19. Jahrhundert“, erschienen in der Reihe „Oberrheinische Studien“ (34 Euro).

Kürzlich wurde das Werk von Michael Hörrmann, Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten, Konservatorin Dr. Petra Pechaèek und Prof. Konrad Krimm, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für geschichtliche Landeskunde am Oberrhein, in der Grabkapelle vorgestellt. Neben dem 358 Seiten- Buch wurde zudem der neue Kunstführer zur Großherzoglichen Grabkapelle im Fasanengarten vorgestellt. „Memoria im Wandel“ ist für die praktische Denkmalpflege gedacht und interdisziplinär angelegt. Denkmalpfleger, Sepulkralforscher, Kunst-, Rechtshistoriker und Archivare haben dafür geschrieben.

Als Ausgangspunkt dient die Großherzogliche Grabkapelle, die wie die meisten der südwestdeutschen Memorialorte in der Spätzeit der Monarchien - als Staat und Dynastie sich immer deutlicher trennten - entstand. Das dynastische Totengedenken wurde mehr zur familiären als zur öffentlichen Aufgabe. „Es ging natürlich auch um Herrschaftsbewusstsein. Die Grablegungen sollten die Kontinuität der Dynastien veranschaulichen, die ursprünglich für die Ewigkeit angelegt waren“, so Krimm. -voko-

 
 

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