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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 29. Juli 2016

Glanzlichter: Rennen machte Fürstin der Nacht

ERLAUBTE MANIPULATION: Das Bild „Königin der Nacht“ entstand aus zwei über einander gelegten Fotos. Bild: Cesar Pastor Queseda

ERLAUBTE MANIPULATION: Das Bild „Königin der Nacht“ entstand aus zwei über einander gelegten Fotos. Bild: Cesar Pastor Queseda

 

Zum 18. Mal wurde 2016 der Naturfoto-Wettbewerb „Glanzlichter“ ausgetragen. Und zum 15. Mal zeigt das Naturkundemuseum in seiner Sommerausstellung die Siegerbilder und eine Auswahl von gut 80 Fotos, die bei gut 1.000 Einreichungen aus aller Welt in die engere Auswahl gekommen waren.

Schauplatz der Ausstellung, die Museumsleiter Prof. Dr. Norbert Lenz und mit Udo Höcke einer der Veranstalter des Wettbewerbs vorige Woche eröffnet haben, ist diesmal der ehemalige Polarsaal im Ostflügel des Museums.

Digitale Manipulation von Bildern, die zu dem Wettbewerb unter Schirmherrschaft von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks eingereicht wurden, durften digital nicht manipuliert werden. Erlaubt war nur, was die Kamera selbst macht. Aus diesem Grund mussten die Veranstalter Höcke und Mara Fuhrmann sowie die Jury-Mitglieder – zum Teil auch nach langwierigen Diskussionen – auch vier Bilder von der Teilnahme ausschließen.

Die Möglichkeiten ihrer Kameras nutzten manche Einreicher aus. Wie etwa Cesar Pastor Queseda, der eine von acht Kategorien mit seinem Bild „Fürstin der Nacht“ gewonnen hat. Die anfliegende Fledermaus und den Hintergrund gleichzeitig so zu fotografieren, wie es das Bild zeigt, war nicht möglich. Mit der Kamera konnten zwei Bilder übereinander gelegt werden.

Auch Thomas Kolenbrander nutzte die Eigenschaften seiner Kamera so weit wie möglich aus. Seine „Dramaturgie des Himmels“ ist eine stimmungsvolle Schwarz-Weiß-Aufnahme eines Wolkenhimmels über Westisland. Mit diesem Bild war Kolenbrander Gesamtsieger des diesjährigen Wettbewerbs.

Wie „aus dem Nichts“ (so der Titel des Fotos) scheint die Azurjungfer im Dachauer Moos auf die Kamera und den Betrachter zuzufliegen. Für ihr Porträt dieser Libelle wurde die 16-jährige Eva Haußner mit dem Jugendpreis ausgezeichnet. Und Heinz Buls „Großangriff“ – der Kampf eines Eichelhähers und eines Buntspechts um einen Baumstumpf im Winter, war wert, mit dem „Fritz-Pötting-Award“ ausgezeichnet zu werden. -erg-

 
 

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