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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 29. Juli 2016

Hauptfriedhof: Krematorium erweitern

DRITTE VERBRENNUNGSLINIE: BM Klaus Stapf (Mitte) und weitere Beteiligte griffen beim Spatenstich  zur Schaufel. Foto: Knopf

DRITTE VERBRENNUNGSLINIE: BM Klaus Stapf (Mitte) und weitere Beteiligte griffen beim Spatenstich zur Schaufel. Foto: Knopf

 

Spatenstich für Neubau / Investition von 3,5 Millionen Euro

Den Spatenstich zur Erweiterung des Krematoriums auf dem Hauptfriedhof nahm am Mittwoch Bürgermeister Klaus Stapf mit weiteren Beteiligten vor. Das 1997 errichtete neue Krematorium war ursprünglich für bis zu 2500 Feuerbestattungen ausgelegt.

Mittlerweile belaufen sich die Urnenbestattungen auf dem einst von Josef Durm angelegten Friedhof auf rund 4000 Einäscherungen pro Jahr. Aufgrund des gesellschaftlichen Wandels im Bestattungswesen entschied sich die Stadt, die Anlage zu erweitern. Mittlerweile machen Einäscherungen 70 Prozent der Bestattungen aus - mit steigender Tendenz.

„Diesem Wandel tragen wir Rechnung. Zudem haben wir den Service für die Trauernden verbessert. Mit dem Erweiterungsbau werden wir eine Räumlichkeit für die Trauernden schaffen, die bei der Kremation anwesend sein möchten“, betonte Stapf. Diesem Wunsch konnte bislang nur eingeschränkt in einem technischen Raum nachgekommen werden. Die neue Verbrennungslinie wird für eine deutliche energetische Optimierung sorgen.

Die Investitionen belaufen sich auf 3,5 Millionen Euro (550.000 Euro vom städtischen Klimaschutzfond). Künftig wird die Abwärme zum Beheizen des Gebäudes sowie des Betriebs- und Sozialgebäudes und der Großen Kapelle per Nahwärmeleitung verwertet. Ferner wird so die Klimatisierung der Großen Kapelle in den Sommermonaten ermöglicht und eine Verringerung des C02-Ausstoßes erreicht. Auf dem Flachdach des Krematoriums und den Gebäuden werden Photovoltaikanlagen installiert. Jährlich werden rund 80.000 Kilowatt Strom erzeugt.

Von einem wichtigen Bauprojekt sprach Matthäus Vogel, Leiter des Friedhofs- und Bestattungsamts. So könnten mögliche technische Ausfälle ausgeglichen und Angehörigen bekämen gerade in der Zeit der Trauer zügigen Service. Die Fertigstellung der dritten Verbrennungslinie ist für Frühjahr 2017 geplant. -voko-

 
 

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