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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 29. Juli 2016

Kultur: Sandkorn feiert 60-jähriges Bestehen

LORELEY: Siegfried Kreiner in seiner Lieblingsrolle. Foto: Sandkorn

LORELEY: Siegfried Kreiner in seiner Lieblingsrolle. Foto: Sandkorn

 

„Theater ist für alle da“ / Privatbühne bereichert Szene mit vielfältigen Farbtupfern

Das Kürzel SK hat in der Karlsruher Kulturszene zwei Bedeutungen, die aufs Engste ineinander verwoben sind. Die Buchstaben stehen für das Sandkorn-Theater wie auch für dessen Gründer Siegfried Kreiner. Seit jetzt sechs Jahrzehnten prägen Privatbühne und Prinzipal die hiesige Theaterszene entscheidend mit.

Und was bietet ein Theater seinen Gästen zum 60-jährigen Bestehen? Natürlich Theater. Mit „Pension Schöller“ ein Stück für die Lachmuskeln. Und die wurden reichlich strapaziert bei der Premiere der irren Posse, die beim Festakt zum 60-jährigen Bestehen über die Bühne ging. Beim vorgeschalteten Empfang dankte Kreiner Weggefährten aus Kultur, Politik, Verwaltung und Wirtschaft für ihre langjährige Unterstützung. Mit „Theater muss sein“, brachte der Vorsitzende des Sandkorn-Freundeskreises Martin Wacker den Leitspruch der beiden SKs auf eine prägnante Kurzformel. Ihre Leidenschaft habe die Sandkörner immer angetrieben. Dabei sei ihnen, so Wacker, „der Spagat zwischen Unterhaltung und Veränderung jederzeit gelungen“.

Breit aufgestellt

Die breite Palette des Bühnenschaffens von Komödie bis Gesellschaftskritik hatte zuvor bereits Kulturdezernent Wolfram Jäger unterstrichen. Das Sandkorn habe sich längst vom Amateurtheater zum „breit aufgestellten, engagierten Theater“ entwickelt. EB Jäger: „Der Besuch ist immer ein besonderes Erlebnis.“ Soll es auch unter der Intendanz von Steffi Lackner bleiben. „Theater ist für alle da“, lautet das Credo der Nachfolgerin Kreiners. Leitbild ihres Schaffens sei der Einsatz „für eine offene, tolerante und vielfältige Gesellschaft“. Lackner. „Das ist nicht verhandelbar“.

Ernste und heitere Stücke

Offenheit und Vielfalt waren von Beginn an auch Markenzeichen unter der künstlerischen Ägide Kreiners, der das Sandkorn im Jahre 1956 ins Leben rief. Seit 1981 hat das Theater seinen Sitz im einstigen Ofenhaus der Stadtwerke an der Kaiserallee, beschäftigt mittlerweile mehrere fest angestellte Schauspieler und Techniker. Neben ernsten und heiteren Produktionen des eigenen Teams bietet das Sandkorn die Schultheaterwochen, die inklusive Theatergruppe „Die Spinner“, das integrative Projekt „Mix it“ oder Kabarett und pflegt den Austausch mit internationalen Bühnen und Theatermachern. -trö-

 
 

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