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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 16. September 2016

Kultur: Ende eines langen Wegs

SEALIFE spielte zur Eröffnung des neuen Substage-Clubs, dem künftigen Domizil für Nachwuchsbands  im Schlachthof.  Foto: MMG

SEALIFE spielte zur Eröffnung des neuen Substage-Clubs, dem künftigen Domizil für Nachwuchsbands im Schlachthof. Foto: MMG

 

Verein Substage baute Club mit riesigem Engagement

Sie haben nicht locker gelassen und ehrenamtlich acht Jahre lang jede freie Minute in den Ausbau der Obergeschosse investiert: die rund 60 Aktiven des Substage-Teams. Allen voran Tontechniker Andreas Schorpp als Vereinschef und Bauleiter sowie Geschäftsführer Gérald Rouvinez-Heymel.

Das Ergebnis nach 9000 Arbeitsstunden beeindruckt: Im Substage-Club mit Bühne, Theke und  60 Sitzplätzen können künftig bis zu 200 Leute Bands lauschen wie den Indie-Musikern „Sealife“, die zur Eröffnung am Montag spielten. Und mittwochs bis samstags von 17 bis 24 Uhr ein frisch gekochtes Tagesessen samt Getränken genießen.  Auf die riesige Terrasse mit Panoramablick über Schlachthof und Schloss Gottesaue passen nochmal 150 Gäste. Rund 40 Konzerte von Nachwuchsbands, deren Förderung ein großes Anliegen ist, samt Workshops und Gastveranstaltungen sind hier geplant.

Um den jetzt fertigen zweiten Bauabschnitt des Kulturzentrums zur Förderung der Rockmusik zu feiern, kam auch OB Dr. Frank Mentrup. Der würdigte die „großartige Leistung“, deren Dauer „schon fast Kombilösungsniveau“ habe und wünschte sich eine „Fortsetzung der Erfolgsgeschichte“. Die hatte von der Nelkenstraße 1990 in die Fußgängerunterführung am Ettlinger Tor als „Rockrampe Subway“ geführt.

Im Mai 2010 ging es in die Schlachthalle auf dem Alten  Schlachthof, wo seit 2008  im Erdgeschoss für 1,9 Millionen Euro die große Halle für 1000 Leute samt Garderobe und Büros im Kopfbau entstanden war.  Hierher kommen in 110 Konzerten jährlich über 60.000 Fans.  Für Außentreppe und Aufzug zum Club machte der Gemeinderat nochmals 150.000 Euro locker und gab ein zinsloses Darlehen von 120.000 Euro. „Größten Respekt“ zollte auch Jochen Bencker vom Architekturbüro Plan B dem Team, das so Rouvinez-Heymel, „mit dem, was wir lieben, die Welt verändern will“. -cal-

 
 

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