Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 21. Oktober 2016

Mobilität: KVV wird zum Mobilitätsverbund

Leuchtturmprojekt: Staatsekretärin Schütz übereicht die Bescheide an KVV-Geschäftsführer Pischon und RVMO-Direktor Hager im Beisein von OB Mentrup und TRK-Geschäftsführer Jochen Ehlgötz. Foto: Fränkle

Leuchtturmprojekt: Staatsekretärin Schütz übereicht die Bescheide an KVV-Geschäftsführer Pischon und RVMO-Direktor Hager im Beisein von OB Mentrup und TRK-Geschäftsführer Jochen Ehlgötz. Foto: Fränkle

 

Aufbau in der TechnologieRegion durch KVV und Regionalverband Mittlerer Oberrhein / Zuwendung von rund fünf Millionen Euro für Leuchtturmprojekt „RegioMOVE“

Der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) wird umfassender Mobilitätsdienstleister. Im Projekt RegioMOVE wird er zusammen mit dem Regionalverband Mittlerer Oberrhein (RVMO) einen anbieterübergreifenden Verkehrsverbund für optimierte multimodale Personenmobilität aufbauen.

Für die Umsetzung des Projekts RegioMOVE erhielten KVV-Geschäftsführer Dr. Alexander Pischon und Prof. Dr. Gerd Hager, Direktor des Regionalverbands Mittlerer Oberrhein (RVMO) am Montag von Staatssekretärin Katrin Schütz vom Landesministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Zuwendungsbescheide über rund 4,9 Millionen Euro. „In den nächsten drei Jahren wollen wir uns damit als innovative Verkehrsregion an die Spitze setzen“, betonte Pischon. „Unser Ziel ist, jederzeit den optimalen Wechsel und Ablauf der einzelnen Verkehrsmittel zur Verfügung zu stellen“, ergänzte OB Dr. Frank Mentrup. Der Dreiklang aus Forschung, Anwendung und letztlich zentraler Abrechnung werde vom KVV koordiniert.

Karlsruhe ist ÖPNV-Vorreiter, im Car-Sharing bundesweiter Trendsetter und mischt als Fahrradstadt ganz vorne mit: Zusammen mit den Kompetenzen in IT und Mobilitätsforschung seien dies ideale Voraussetzungen, die Region zukunftsfähig zu machen mit „Lösungen, die bundesweit und über Ländergrenzen hinweg ausstrahlen können“, ist sich Mentrup sicher. RegioMOVE gehört zu den 21 „Leuchtturmprojekten“, die aus den prämierten Konzepten im Landeswettbewerb „Regionale Wettbewerbsfähigkeit durch Innovation und Nachhaltigkeit – RegioWIN“ hervorgegangen sind. Die TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) punktete in dieser Konkurrenz als WINregion mit RegioMOVE sowie efeuCampus (Ziel: emissionsfreie Gütertransportkonzepte über ein Innovations- und Kompetenzzentrum) unter dem Leitbild „smart movement - Region in Bewegung. Bewegung für die Region“.

Es geht um verknüpfende Software, eine elektronische Plattform für den Informationsaustausch und mehrere Mobilitätsstationen vor Ort. Im ersten Schritt sind in der Region acht solcher Ports geplant. An diesen wird es künftig möglich sein, unkompliziert zwischen den verschiedenen Mobilitätsformen wechseln zu können. Wer an einer Mobilitätsstation etwa aus der Stadtbahn steigt, hat die Wahl, ob er den Reiseweg mit Leihfahrrad oder -auto oder per Bus fortsetzen möchte.

RegioMOVE soll für dieses multi-modale Mobilitätskonzept in der TRK die organisatorischen, technischen und infrastrukturellen Grundlagen schaffen. Und so alle Angebote zusammenbringen. Hier greift der RVMO mit dem Teilprojekt RegioMOVE_KOMM ins Räderwerk, stellt sicher, dass alle Projektbeteiligten sowie kommunalen und regionalen Entscheidungsträger ein umfassendes Bild erhalten von RegioMOVE. „Der Verkehr ist Taktgeber für die Siedlungsentwicklung. Eine verbesserte Mobilität ist eine wichtige Grundlage dafür, die Regionsbereiche zu mobilisieren, die bislang weniger gut in das ÖPNV-Netz integriert sind“, so Hager. „Mit dem innovativen Mobilitätskonzept werden etablierte und neue Unternehmer sinnvoll miteinander vernetzt“, sieht Staatsekretärin Schütz die Landesgelder in Karlsruhe und TRK gut angelegt . -rie-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe