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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 21. Oktober 2016

Photovoltaik: Sparen mit 1000 Modulen

ENERGIE FÜR KARLSRUHE: Die Amtsleitungen Sick (links) und Kern schweben über der größten stadteigenen Photovoltaikanlage. Foto: Fränkle

ENERGIE FÜR KARLSRUHE: Die Amtsleitungen Sick (links) und Kern schweben über der größten stadteigenen Photovoltaikanlage. Foto: Fränkle

 

Photovoltaikanlage auf Werkstätten des Gartenbauamts

Auf den Zentralen Werkstätten des Gartenbauamtes findet sich nun die bisher größte stadteigene Photovoltaikanlage. Hier werden mit metall- und holzverarbeitenden Maschinen, einer Lackiererei sowie einer Maschinen- und Gerätewerkstatt vielfältige Leistungen erbracht.

Um den Energiebedarf teilweise selbst zu decken, wurden in der Bulacher Litzenhardtstraße über 1.000 Photovoltaik-Module in Südausrichtung montiert. Mit einer Spitzenleistung von 262 Kilowatt peak (kWp) erzeugte die Anlage dieses Jahr bereits rund 200 Megawattstunden Energie. Möglich wäre,  den jährlichen Strombedarf von 65 Karlsruher Zwei-Personen-Haushalten zu erzeugen.

„Wir profitieren als Gartenbauamt gleich zweifach: Der Strom für unsere Maschinen kommt größtenteils vom eigenen Dach und unsere freiwillige Arbeit im ECOfit-Programm wird fortgesetzt“, zeigte sich Gartenbauamtsleiter Helmut Kern erfreut. „Mit dieser Photovoltaik-Anlage kommen wir den Klimaschutzzielen der Stadt wieder ein Stück näher. Durch den Eigenverbrauch von Strom lässt sich die Anlage wirtschaftlich darstellen - sonst hätten wir das Projekt nicht durchgeführt.

Photovoltaik kann sich also noch lohnen“, betont die Leiterin des Amtes für Hochbau und Gebäudewirtschaft, Anne Sick.  Aktuell soll der Anteil des Eigenverbrauchs durch detaillierte Analysen der Erzeugung und des Verbrauchs weiter gesteigert werden.  Den Standort durch Ladesäulen für E-Mobilität zu ergänzen, wird geprüft.  „Beim Sparen und Klimaschutz beginnt für uns der Erfolg aber durch Reduktion des Bedarfs“, so Sick.

„Deshalb haben wir auch sehr rentable Investitionen zur Einsparung von Energie umgesetzt: LED-Beleuchtung, Wärmedämmung der Decke zum Dach hin und eine energetische Aufwertung der Rolltore.“ Auch hier kommt das Geld  aus dem  städtischen Klimaschutzfonds. Alle diese Maßnahmen verhindern jährlich Emissionen von mehr als 150 Tonnen Kohlendioxid. Mit den Stadtwerken wird zudem auf Basis des momentan für Privatkunden beworbenen Pachtmodells über neue Photovoltaik-Projekte nachgedacht.

 
 

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