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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 21. Oktober 2016

Ressourceneffizienz: Fernwärmeprojekt erneut ausgezeichnet

AUSGEZEICHNET: Minister Franz Untersteller mit MiRO-Geschäftsführer Ralf Schairer (l.). Foto: pr

AUSGEZEICHNET: Minister Franz Untersteller mit MiRO-Geschäftsführer Ralf Schairer (l.). Foto: pr

 

„100 Betriebe für Ressourceneffizienz“ – Stadtwerke und Raffinerie gehören dazu

Für ihr gemeinsames Fernwärmeprojekt wurden die Mineralölraffinerie Oberrhein (MiRO) und die Stadtwerke Karlsruhe vom baden-württembergischen Umweltminister Franz Untersteller im Rahmen des Ressourceneffizienz- und Kreislaufwirtschaftskongresses Baden-Württemberg Karlsruhe ausgezeichnet.

Bereits 2013 erhielt das international viel beachtete Fernwärme-Projekt den Energy Award. Nun zählt es auch zu den Preisträgern des Projektes „100 Betriebe für Ressourceneffizienz“ des Landes Baden-Württemberg. Die Stadtwerke nutzen Abwärme mit einer Wärmeleistung von 90 MW aus der Raffinerie zum Heizen von rund 33.000 Wohnungen sowie von zahlreichen Gewerbeimmobilien und öffentlichen Gebäuden in Karlsruhe. Hierzu wird auf dem MiRO-Gelände die überschüssige Niedertemperaturabwärme aus den Raffinerieprozessen mittels Wärmeüberträgern und Rohrleitungen eingesammelt und in das Karlsruher Fernwärmenetz eingespeist.

Mehr als die Hälfte der Karlsruher Fernwärme stammt mittlerweile aus der Raffinerie. Für Dr. Karl Roth, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke, stehen die Umweltaspekte im Vordergrund: „Nachhaltigkeit und Klimaschutz bilden die Grundlage für die Glaubwürdigkeit und die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens.“ Das MiRO-Projekt gehöre zu den Leuchtturm-projekten der Energiewende und finde in ganz Europa Interesse. „Durch die Nutzung unserer Niedertemperaturabwärme hat sich unsere Energieeffizienz erheblich verbessert. Das Projekt bringt also nicht nur eine Entlastung für die Umwelt, sondern stärkt auch unsere Position als Raffineriestandort im europäischen Wettbewerb“, unterstreicht Ralf Schairer, Sprecher der MiRO-Geschäftsführung: „Wir sind daran interessiert, unser Fernwärmepotenzial auszubauen und auch im Sommer verstärkt zu nutzen, was zum Beispiel durch verstärkten Einsatz von Absorptionskälteanlagen weiter möglich wäre.“ -red-

 
 

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