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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 28. Oktober 2016

Diensträder: Win-win-Situation für Betrieb und Beschäftigte

Viele Karlsruher Unternehmen haben es schon: Das Dienstrad für den Büroalltag. Und so mancher Betrieb hat die firmeneigene „Rad-Flotte“ sogar um ein Lastenrad oder Pedelec-Fahrrad ergänzt. Eine andere Variante ist das geleaste Job-Rad für Beschäftigte. Denn was beim Dienstwagen längst Usus ist, ist für Diensträder eher unüblich, aber seit 2012 nach einer Gesetzesänderung durchaus möglich.

Das Dienstrad-Prinzip ist einfach: Der Arbeitnehmer sucht sich im Fahrradhandel ein Rad nach seinen Wünschen aus, das dann über seine Firma geleast wird. Die Raten werden vom unversteuerten Einkommen abgezogen. Am Ende der Leasingphase kann der Arbeitnehmer das Rad durch Zahlung des Restbetrags übernehmen. „Das Dienstrad-Modell bietet die klassische Win-win-Situation für Arbeitgeber und Arbeitnehmer“, weist Bürgermeister Michael Obert, zugleich Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg (AGFK-BW), auf die Vorteile hin. So erhalten Firmen ein Instrument zur Bindung ihrer Beschäftigten; für diese werden so auch teure Räder durch Steuervorteil und Leasingmodell erschwinglich.

„Für die Rad-Stadt Karlsruhe ist das ein zusätzlicher interessanter Baustein, um möglichst viele Menschen im Alltag und in der Freizeit für das gesunde und umweltschonende Gefährt zu motivieren“, appelliert Obert an Firmen, diese Dienstrad-Variante ihren Mitarbeitern anzubieten. Und: Jede Dienstfahrt per Pedaltritt, die eine Autofahrt ersetzt, entlastet den innerstädtischen Verkehr – und schafft Platz auf dem Parkplatz oder in der Garage. Passen doch auf einen Pkw-Abstellplatz Fahrradbügel für bis zu acht Räder. Ohnehin ist der Dienst-Radler im Stadtverkehr erfahrungsgemäß auf Strecken bis zu fünf Kilometer schneller beim Vor-Ort-Termin als der Kollege mit dem Auto.

Bedauerlicherweise blockierten Regelungen zur Entgeltumwandlung für Tarifverträge im öffentlichen Dienst derzeit dieses Dienstrad-Modell für Beschäftigten der Stadtverwaltung, erklärt Obert. Er spricht sich dafür aus, dass die AGFK-BW sich dieses Themas noch einmal annimmt. Aber auch vom Land gibt es aktuell einen Vorstoß, das Dienstrad-Privileg für ihre Bediensteten zu ermöglichen. Wie einfach es - außerhalb öffentlicher Tarifverträge - für kleinere und größere Betriebe ist, das Dienstrad-Modell umzusetzen, zeigt die AGFK-BW Informationen auf www.agfk-bw.de/Dienstrad. -rie-

 
 

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