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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 28. Oktober 2016

Fußballstadion im Wildpark: Stadt hat die Hausaufgaben gemacht

NACH VERTRAGSABSCHLUSS mit dem Land stehen die rund ums jetzige Wildparkstadion für den Stadionneubau benötigten Flächen vollständig zur Verfügung. Foto: Fränkle

NACH VERTRAGSABSCHLUSS mit dem Land stehen die rund ums jetzige Wildparkstadion für den Stadionneubau benötigten Flächen vollständig zur Verfügung. Foto: Fränkle

 

Grundstückskauf abgeschlossen / Gemeinderat bewilligt Mittel für Eidechsenumsiedlung

Einstimmig und ohne Aussprache genehmigte der Gemeinderat am Dienstag noch für das laufende Haushaltsjahr außerplanmäßig 1,2 Millionen Euro für Naturschutzmaßnahmen und Planungsleistungen im Zusammenhang mit dem geplanten Bau eines neuen Fußballstadions im Wildpark bereitzustellen.

Davon werden rund 900.000 Euro gebraucht, um noch vor Beginn eines Stadionneubaus die nach dem Bebauungsplan notwendige Umsiedlung der naturschutzrechtlich streng geschützten Zaun- und Mauereidechsen durchzuführen. 300.000 Euro stehen für Planungsleistungen und Bodengutachten weiterer „Vorwegmaßnahmen“ damit sofort zur Verfügung.

Bereits in der vergangenen Woche hat die Stadt mit dem Land Baden-Württemberg den Ankauf zweier unmittelbar an das jetzige Wildparkstadion angrenzenden Flächen notariell vereinbart - der sogenannte „Alte Rasen“, der für die Einrichtung eines neuen Trainingsplatzes notwendig ist, und der Bereich der KIT-Tennisplätze, auf dem ein Hospitality-Parkhaus geplant ist. Das Land räumt der Stadt in dem Vertrag ein auf zwei Monate befristetes Rücktrittsrecht ein, da diese Flächen nur gebraucht werden, wenn das Stadion tatsächlich gebaut wird.

„Die Stadt hat ihre Hausaufgaben gemacht, der Ball liegt nun weiter in der Spielhälfte des KSC“, unterstrich OB Dr. Frank Mentrup und appellierte an den KSC als künftigen Pächter: „Schaffen Sie gemeinsam mit der Stadt Karlsruhe jetzt zügig die Voraussetzungen, damit die Verträge bis Ende Oktober unterschriftsreif sind.“ Schon die bisherige Verzögerung gefährde den geplanten Bauablauf, jede weitere sprenge den kalkulierten und vom Gemeinderat festgelegten Kostenrahmen. „Wir wollen und brauchen jetzt Klarheit, nur dann ist eine Umsetzung im Rahmen der Gemeinderatsbeschlüsse noch möglich“, ergänzte das Stadtoberhaupt.

Einen zweiten Vertrag hat die Stadt mit der Staatsforstverwaltung des Landes geschlossen - ohne Rücktrittsrecht. Die erworbenen Waldflächen entlang der Friedrichstaler Allee und in Gestalt des sogenannten Birkenparkplatzes sind wichtiger Bestandteil des zwingend erforderlichen neuen Sicherheitskonzepts, bei dem vor allem die Trennung der unterschiedlichen Fanströme zu Spielbeginn und -ende gewährleistet werden soll. „Im Sinne der Sportstadt Karlsruhe und für eine wirtschaftlich tragfähige Zukunft für den KSC als einer ihrer wichtigsten Imageträger hoffe ich auf einen erfolgreichen Abschluss der zurzeit noch anstehenden Abstimmungsgespräche“, erklärte das Stadtoberhaupt abschließend. -fis-/-mab-

 
 

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