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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 28. Oktober 2016

Regionsumfrage: Baustellen schrecken Besucher ab

EVENTS rund um das Schloss wie die Schlosslichtspiele tragen zur Attraktivität Karlsruhes bei und ziehen viele Besucherinnen und Besucher in die Stadt. Foto: Fränkle

EVENTS rund um das Schloss wie die Schlosslichtspiele tragen zur Attraktivität Karlsruhes bei und ziehen viele Besucherinnen und Besucher in die Stadt. Foto: Fränkle

 

Regionsumfrage 2016 zeigt Defizite / Einkaufs- und Eventstadt positiv wahrgenommen

Zur Kenntnis nahm der Rat die Regionsumfrage 2016. Danach sind nach 15 Jahren positiver Einschätzung vor allem wegen der Baustellen Stimmung und Besuchshäufigkeit gesunken. Positiv bewertet werden aber das Einkaufserlebnis an sich sowie die Events rund um das Schloss und an Weihnachten. Abgenommen haben die Fahrten mit dem öffentlichen Verkehr (38,2 Prozent waren es noch 2012, nun nur noch 31,2), zugenommen die mit Auto (66 nach 60,8 Prozent).

Für die CDU verlangte  Fraktionsvorsitzender Tilman Pfannkuch daher das „längst überfällige Innenstadtkonzept“, regte eine Erhöhung der Parkplatzkapazität an sowie ein „Online-Shopping-Portal für die Kaiserstraße und das Abfeiern jeder beendeten Baustelle. Einen guten Job machen die Geschäftsleute, 73 Prozent der Gäste vermissen hier nichts, wir müssen ihnen verdeutlichen, dass wir das alles machen, damit sie unterirdisch schneller zum Ziel kommen.“ Die vorhandene „Angebotsvielfalt sichtbarer machen und den Status verteidigen“ wollte auch Sibel Uysal (SPD) und hob die Kultur- und Bildungsstadt hervor, wobei letztere für ungebrochenen Zuzug sorge. „Packen wir es gemeinsam an“, appellierte sie.

„Erschreckt“ hätten die Grünen die Umfrageergebnisse, gestand Fraktionsvorsitzende Dr. Ute Leidig. So seien 26 Prozent der Befragten in den letzten zwölf Monaten nicht in Karlsruhe gewesen, 40 Prozent kritisierten etwas (2012: 18 Prozent), die Beurteilung der Erreichbarkeit via ÖPNV sei von 90 (2009)  auf jetzt 57 Prozent „abgestürzt“. Insgesamt sei der Bericht „sehr einkaufslastig“. Hervorgehoben werden müsse auch, wie Karlsruhe „als Ort für Arbeit, Kultur oder Fachärzte wahrgenommen wird“. Mehr Grün, Sitzmöglichkeiten und den ÖPNV verlässlicher zu machen, wünschte sie sich: „Wir müssen aktiv bleiben, um attraktiv zu bleiben.“

Karlsruhe ist „mehr als  Shopping“, stimmte Dr. Eberhard Fischer (KULT) zu und motivierte zu „mehr positiven Signalen über unsere wunderbare Stadt“. Über einen Lieferservice könne der Einzelhandel nachdenken,  ergänzte er.  Karlsruhe sei zu einer „Eventstadt und jünger geworden und keinesfalls mehr  langweilig“, fand auch Tom Høyem (FDP).  „Zeigen, dass es vorwärts geht“, schlug Friedemann Kalmbach (GfK) vor, etwa mit einem Baustellenzähler, Taten mahnte  auch Jürgen Wenzel (FW) an. OB Dr. Frank Mentrup bewertete die Umfrage als „nicht ganz so pessimistisch, sondern als vielfältig“ und versprach Gesamtkonzeption inklusive Anregungen unter Federführung seines Dezernats. -cal- 

 
 

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