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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 11. November 2016

Stadtgeschichte: Eindrucksvolle Denkmäler

HERMANN VOLZ. Bild: Stadtarchiv

HERMANN VOLZ. Bild: Stadtarchiv

 

Der Bildhauer Hermann Volz ist vor 75 Jahren gestorben

Noch heute, 75 Jahre nach dem Tod des Bildhauers Hermann Volz, sind im Karlsruher Stadtbild eindrucksvolle Spuren seines Schaffens zu finden: Das Scheffel-Denkmal auf dem Scheffelplatz, das Kriegerdenkmal der Stadt Karlsruhe 1870/71 (heute auf dem Alten Friedhof), der Lidellbrunnen auf dem Lidellplatz und das Wilhelm-Lauter-Denkmal im Stadtgarten erinnern an den 1847 in Karlsruhe geborenen Künstler, der weit über die Fächerstadt hinaus bekannt und tätig war.

Ein etwas verborgeneres Dasein fristen seine eindrucksvollen, als Liegefiguren gestalteten Grabdenkmäler Großherzog Friedrichs I., seiner Frau Luise und ihres Sohns Ludwig Wilhelm in der Großherzoglichen Grabkapelle im Hardtwald. Außerhalb von Karlsruhe lag der Schwerpunkt seiner Tätigkeit in Baden, aber auch für die Städte Hannover, Flensburg und Essen schuf er Denkmäler. Für sein Robert-Bunsen-Denkmal in Heidelberg erhielt Volz 1908 die Ehrendoktorwürde der Universität Heidelberg.

Hermann Volz hatte auf Wunsch seines Vaters nach dem Besuch des Gymnasiums in Karlsruhe Architektur am Polytechnikum studiert, wandte sich danach aber der Bildhauerei zu. Den Studien an der hiesigen Kunstschule als Schüler von Carl Johann Steinhäuser folgten weitere bei dem Maler Hans Canon in Stuttgart und mehrere Italien-Aufenthalte. 1878/79 lehrte Volz an der Karlsruher Kunstgewerbeschule und wechselte im folgenden Jahr auf eine Professur für Bildhauerei an der Großherzoglich-Badischen Kunstschule, an der er bis 1919 wirkte. In den folgenden Jahren konzentrierte sich der Bildhauer auf Porträtbüsten und freie Arbeiten. Volz, der noch bis ins hohe Alter künstlerisch tätig war, verstarb am 11. November 1941 in seiner Heimatstadt. Auf dem Hauptfriedhof, auf dem sich sein Grab mit einer eindrucksvollen Grabplastik erhalten hat, befinden sich zahlreiche weitere von ihm entworfene Grabmäler. 1953 wurde die erste Wohnstraße im Mühlburger Feld nach ihm benannt. -vs-

 
 

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