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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 11. November 2016

Winterdienst: Stadt ist gut gerüstet

SALZSPAREND SOLE versprüht diese Einrichtung, die Fachmann Andreas Bender (Mitte) BM Stapf (links) und Hans-Peter Rapp zeigt. Foto: Fränkle

SALZSPAREND SOLE versprüht diese Einrichtung, die Fachmann Andreas Bender (Mitte) BM Stapf (links) und Hans-Peter Rapp zeigt. Foto: Fränkle

 

Genügend Salz gegen Glätte / Sparsam dank Sole-Sprühern

Besser hätte der Termin für die alljährliche Pressekonferenz des städtischen Winterdienstes vor Beginn der Saison nicht gewählt werden können: Am frühen Montagmorgen waren die Winterfachleute des Amtes für Abfallwirtschaft (AfA) erstmals zu Kontrollfahrten unterwegs, haben aber keine Glättebildung auf den Karlsruher Straßen festgestellt.

Und wenige Stunden später haben Bürgermeister Klaus Stapf, der stellvertretende AfA-Leiter Hans-Peter Rapp und Andreas Bender, beim AfA Sachgebietsleiter Straßenreinigung/Winterdienst, den Medien berichtet, dass die Stadt für die jetzt beginnende kalte Jahreszeit gut gerüstet ist.

So stehen etwa in eigenen Lagern und im Speicher eines Lieferanten 3.500 Tonnen Streusalz zur Verfügung. Weitere 3.000 Tonnen können kurzfristig über eine Einkaufsgenossenschaft zugeliefert werden. Soviel Streusalz wurde aber in den zurückliegenden Jahren nie gebraucht. Nur im Winter 2009/10 haben die seinerzeit zur Verfügung stehenden 4.250 Tonnen nicht ausgereicht. Der vorige Winter schlug lediglich mit 610 Tonnen zu Buche. Aber jeder Winter ist anders, auch jeder Winterdiensteinsatz ist anders. Und trotz der Klimaerwärmung kann der nächste Winter wieder streng und schneereich sein. Es gibt Prognosen in diese, aber auch in die entgegengesetzte Richtung.

Die Stadt hat 36 Winterdienstfahrzeuge, von denen 33 im Einsatz sind, drei stehen als Reserve zur Verfügung. Vier dieser Wagen sind mit Solesprühvorrichtungen ausgestattet, doppelt so viele wie in der vergangenen Saison. Damit kann der Salzverbrauch bei zugleich höherer Effektivität entscheidend verringert werden. Diese Fahrzeuge werden auch präventiv bei drohenden Glatteislagen eingesetzt. Neu ist zudem eine zweite Glatteiswarnanlage bei Grünwettersbach. So können entsprechende Wetterlagen noch besser vorhergesagt werden. Der städtische Winterdienst räumt zwischen 3 und 22 Uhr, wenn nötig, mehrmals am Tag 670 Kilometer Straßen und 180 Kilometer Radwege. Der Appell an die Bevölkerung: Bei Schnee und Eis mehr Zeit einplanen. Und die eigene Anliegerpflicht erfüllen. -erg-

 
 

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