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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 25. November 2016

Kombilösung: Nord-Süd-Tunnel auf den letzten Metern

TUNNEL AUF TUNNEL: Bewehrung für Wände des Bauwerks für Kraftfahrzeuge unter der Kriegsstraße wächst hoch. Foto: KASIG

TUNNEL AUF TUNNEL: Bewehrung für Wände des Bauwerks für Kraftfahrzeuge unter der Kriegsstraße wächst hoch. Foto: KASIG

 

Stadtbahn-Mantel Kaiserstraße und Auto-Passage im Fokus / Vortrieb knapp unter Graben

In den sieben unterirdischen Stationen des Stadtbahntunnels der Kombilösung beherrscht die Herstellung der Sohlen und Wände zurzeit das Baugeschehen, teilt die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG) als Bauherrin mit. Ausnahme ist das Durlacher Tor, dort wurde der Sohleneinbau vor Langem, der Wandbau vor einigen Wochen abgeschlossen.

Nun steht am östlichen Ende des Tunnels unter der Kaiserstraße noch das Schließen der westlichen Andienöffnung aus – die Betonage dieses Deckels, Treppenanlagen und Zwischendecken sind für nächste Woche vorgesehen. In den Haltestellen Kongresszentrum und Marktplatz wachsen die Wände Woche für Woche dank abschnittsweise verschiebbarer Schnellschalelemente nach oben.

Während indes unter dem Europaplatz die Südwand der Haltestelle verankert wird und gleichzeitig die freigelegten Bohrpfähle mit einer Spritzbetonschicht geglättet werden, läuft unter dem Berliner Platz, wo der künftige U-Halt Kronenplatz entsteht, zwar einerseits schon die Betonage von Sohlenabschnitten, andererseits erfolgt aber noch Erdaushub. Im Gleisdreieck unter dem Marktplatz und in der Station Lammstraße sieht es ähnlich aus: Ein Sohlenabschnitt nach dem anderen wird hergestellt, so der restliche Erdaushub vonstatten ging.

Am Mühlburger Tor werden allmählich die Oberflächen geschlossen: Neue Geh- und Radwege sind entstanden, auch das Asphaltieren der restlichen Fahrbahnabschnitte auf der Nordseite gehört zum Bauprogramm. Die Freigabe des Endzustands ist laut KASIG für Dezember vorgesehen. In der Durlacher Allee wird auf der Südseite zwischen Degenfeldstraße und Kreuzung Gottesauer Platz nächste Woche die Asphaltfahrbahn hergestellt.

Im annähernd durchbohrten Südabzweig zwischen Marktplatz und Ettlinger Tor werden in den Abschnitten, in denen in offener Bauweise der Tunnel entsteht, die letzten Wände gebaut und Decken betoniert. Im linken Bereich der Kalotte verlängert sich der Tunnel unter der Karl-Friedrich-Straße um ein bis zwei Meter pro Tag und geht dabei auch mit nur 80 Zentimeter Abstand unter dem Landgraben hindurch.

Kombi-Bauer stellen zugleich an der Kreuzung Ettlinger/Baumeister-, Hermann-Billing-Straße die Oberfläche der Straße für den Endzustand her. Noch im November soll hier die nächste Verkehrsphase mit der Aufhebung der Umfahrung Finterstraße in Ost-West-Richtung eingerichtet werden. Im Kombibauwerk wachsen die Bewehrungen nicht nur für die Wände des Autotunnels in die Höhe, sondern auch für die seine beiden Hälften trennende Mittelwand. -red-/-mab-

 
 

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