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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 25. November 2016

Vogelgrippe: Vögel bleiben drinnen

 

Stallpflicht für Haus- und Nutzgeflügel

Nach der Ausbreitung der Vogelgrippe bei Wildvögeln am Bodensee ordnete Landwirtschaftsminister Peter Hauk eine landesweite Stallpflicht für Haus- und Nutzgeflügel an.

Die sogenannte Aufstallung soll das Risiko der Einschleppung des Erregers in Geflügelhaltungen minimieren. Sie kann in geschlossenen Ställen erfolgen oder in Volièren mit dichter Abdeckung und gegen Wildvögel gesicherter Seitenbegrenzung. Die Stallpflicht betrifft in Karlsruhe nach Auskunft des Veterinärsamts im Ordnungs- und Bürgeramt etwa 600 gemeldete Geflügelhaltungen, darunter neun Betriebe mit mehr als 100 Hühnern. Vor dem Hintergrund einer Dunkelziffer bei Kleinstgeflügelhaltungen weist das Veterinäramt darauf hin, dass ihm jede Form der Geflügelhaltung zu melden ist.

Darüber hinaus sind jetzt in Baden-Württemberg nur noch lokale Geflügelschauen zugelassen. Alle regionalen und überregionalen Schauen sind untersagt, da das Risiko der Übertragung des Virus bei großen Schauen sehr hoch ist.

Derzeit gibt es im gesamten Südweststaat noch keinen Fall von Vogelgrippe bei Hausgeflügel. Und Im Gegensatz zur Geflügelpest im Jahr 2006 hat es aktuell beim Erreger H5N8 bisher weltweit noch keinen Fall gegeben, bei dem sich ein Mensch mit dem Virus angesteckt hat. Dennoch sollten diejenigen, die tote Vögel finden, diese nicht anfassen, sondern den Fund Veterinäramt oder Feuerwehr melden. Weitere Infos gibt es auf www.karlsruhe.de/b4/buergerdienste/oa/luv/veterinaer/tierseuchen.

 
 

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